PMA/PMMA-Pille wird als Ecstasy verkauft

Name: E"
Prägung: ein sehr tief geprägtes "E"
Gekauft als: Ecstasy
Farbe: beige
Bruchrille: keine
Umriss: kreisförmig
Form: zylindrisch
Gewicht: 220mg
Durchmesser: 7mm
Dicke: 5mm
Inhaltsstoff: 20 mg PMA/40mg PMMA, Amphetamin

Beim Fever am 7.10.2000 im Tunnel in Liesing hat das ChEck iT! ChemikerInnenteam ein beige Pille mit einem "E" als Logo analysiert, die ca. 20 Milligramm Paramethoxyamphetamin (PMA), Paramethoxy-methamphetamin (PMMA), sowie geringe Mengen Amphetamin enthielt. Wie PMA hat auch PMMA leicht stimulierende und halluzinogene Effekte. Bei beiden Pillen fallen die ungewöhnliche Dicke, sowie das beinahe identische Gewicht auf. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Pillen mit ähnlichen Maßen, oder aber gänzlich andere Tabletten ebenfalls PMA/PMMA enthalten.

Die folgende Meldung, nach der ein 22-jähriger in Aachen nach Ecstasy-Konsum verstarb, habe ich
www.aachener-nachrichten.de entnommen.

ChEck iT! analysierte letzten Herbst eine Tablette mit der Prägung "E". Die Tablette enthielt Paramethoxyamphetamin. Weitere E-Tabletten tauchten nicht auf. In der Zusammenstellung sichergestellten PMA/PMMA-Tabletten der EMCDDA/Europol scheint die in Österreich analysierte "E"-Tablette insgesamt ebenfalls nur ein einziges Mal auf. Alle weiteren PMA-haltigen Tabletten (Mitsubishi, Superman, Elefant) wurden mehrmals sichergestellt/analysiert. Der Meldung (unten) ist zu entnehmen, dass der 22-jährige nach dem Konsum einer "E"-Tablette verstarb. Über die Inhaltsstoffe wird nichts ausgesagt. Der Verdacht liegt nahe, dass die Aachener "E"-Tablette aus der gleichen Produktion stammt, wie die von ChEck iT! analysierte Tablette und also PMA/PMMA enthält. Anbei findet ihr das Poster, das wir letztes Jahr zur "E"-Tablette zusammengestellt haben - vielleicht wollt ihr präventiv vor dieser Tablette warnen. Vielleicht kann auch jemand aus D die Aachener Polizei/Gerichtsmedizin auf den möglichen Zusammenhang hinweisen. Beim heutigen ChEck iT! in Wien (Loveparade/ Lovenation) wurde glücklicherweise kein PMA/PMMA festgestellt. Liebe Grüsse und alles Gute, harald (für das ChEck iT!-Team)
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Er hatte keine Drogenerfahrung - Extra-"Kick" zum Geburtstag 22-Jähriger starb nach Ecstasy-Konsum Aachen (an-o). Am Samstag vormittag starb ein 22-jähriger Mann nach der Einnahme von Ecstasy-Tabletten. Der junge Mann war aus dem Bonner Raum nach Aachen gefahren, um dort mit einem bekannten Pärchen in seinen Geburtstag hineinzufeiern. Mit der Einnahme der Pillen sollte die Feier einen besonderen Reiz erhalten. Der junge Mann, der laut Polizeibericht zuvor keine Erfahrungen mit Drogen gemacht hatte und auch an diesem Tage erstmals Ecstasy-Pillen konsumierte, starb einige Zeit nach Einnahme der Drogen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll es sich bei den Tabletten um größere weiße Pillen gehandelt haben, die mit einem großen "E" versehen waren. Der 22-Jährige ist in diesem Jahr bereits der 17. Drogentote im Zuständigkeitsbereich der Aachener Polizei, allerdings der erste, bei dem der Verdacht besteht, dass er nach der Einnahme von Ecstasy starb. Die Polizei setzt aber seit langem auf ein gemischtes Konzept aus konsequenter Verfolgung der Verstösse und entsprechender Aufklärung. Frühzeitig suchen die Ordnungshüter den Kontakt u.a. über die Schulen zu jungen Menschen, um über die Gefahren des Drogenkonsums zu informieren. Darüber hinaus bieten sie auch ratsuchenden Eltern Hilfe an, wie sie zum Beispiel einen möglichen Drogenkonsum der Kinder bemerken können, und vermittelt gegebenenfalls weitere Kontakte zu Hilfsorganisationen. Weitere Informationen können über das Kommissariat Vorbeugung in der Jesuitenstraße (Telefon 0241 404040) eingeholt werden. Aufputschende Wirkung: Die Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Gefährlichkeit dieser gerade von Jugendlichen häufig konsumierten Pillen hin. Ihre aufputschende Wirkung machen sich die jungen Leute oftmals zu Nutze, um die körperliche Leistungsfähigkeit vornehmlich bei lang andauernden Tanzveranstaltungen zu steigern. Die nicht abschätzbaren, gesundheitlichen Risiken werden dabei missachtet.