3 Pillen mit mCPP und Metoclopramid

ChEck iT! hat am 3. – 5. 8. beim Urban Art Forms Festival insgesamt 11 mCPP und Metoclopramid-haltige Tabletten getestet. Die KonsumentInnen dieser Tabletten klagten über Kreislaufprobleme, Übelkeit und Schwächegefühle. Konkret geht es um als „Ecstasy“ verkaufte Tabletten mit drei verschiedenen Logos.

Pillenwarnung: Krone, weiß

Eine getestete Pille ist weiß/gelblich, trägt eine Krone als Logo, hat einen Durchmesser von ca. 9 mm und eine Dicke von etwa 3,5mm. Sie enthielt neben mCPP und Metoclopramid auch eine unbekannte Substanz.

Pillenwarnung: Dollar, grün

Sechs weitere als „Ecstasy“ gekaufte Tabletten sind türkis mit der Prägung Dollar. Sie hatten einen Durchmesser von ca. 8mm und einen Dicke von etwa 4 mm. 5 Tabletten davon enthielten neben mCPP und Metoclopramid auch eine unbekannte Substanz, 4 davon enthielten auch noch ein mCPP Nebenprodukt, eine der Tabletten enthielt auch Spuren von MDMA.

Pillenwarnung: Mitsubishi, rot

Weiterhin betroffen waren vier rote Tabletten mit der Prägung Mitsubishi. Auch hier beträgt der Durchmesser ca. 8mm und die Dicke 4 mm. Sie enthielten neben mCPP und Metoclopramid auch eine unbekannte Substanz.

mCPP

gehört zu der Gruppe der Piperazine, die Wirkung von mCPP ist ähnlich der von MDMA, wobei neben der vergleichsweise schwachen psychoaktiven Wirkung, wie Glücksgefühlen und optischen Veränderungen beim Konsum von mCPP sehr häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Nierenschmerzen, Nervosität, Schweratmigkeit, Müdigkeit, und mehrere Tage anhaltender „hangover" auftreten. Im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Konsum von MDMA kann es zu Krampfanfällen kommen! 

Metoclopramid

ist ein Antiemetikum (lindert Übelkeit und Erbrechen) und beispielsweise im Medikament Paspertin® enthalten. Metoclopramid geht mit vielen anderen Substanzen Wechselwirkungen ein und kann deren Wirkung teilweise beschleunigen oder verstärken. Darüber hinaus kann Metoclopramid (auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch) das Reaktionsvermögen verlangsamen, besonders auch im Zusammenwirken mit Alkohol. 

Kombination

Über die Kombination von mCPP und Metoclopramid gibt es naturgemäß keine wissenschaftlichen Studien. Allein aber aufgrund der Einzelwirkungen der Substanzen sowie durch die Tatsache, dass einige der Proben auch noch eine weitere, unbekannte Substanz enthielten ist vom Konsum dringend abzuraten!

Vielen Dank an > ChEck iT! Wien für die Bereitstellung dieser Informationen.