Lexikon
Stress
Seinen Ursprung hat das Wort im Lateinischen- "strictus", das soviel wie "angezogen, stramm oder gespannt" heisst. Jeder Mensch erlebt Stress.
Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers und Ausdruck für Anspannung, Belastung und/oder Veränderung. Der Mensch benötigt für seine "normale" seelische und körperliche Entwicklung eine angemessene Belastung. Befindet sich der Körper in erhöhter und dauerhafter Alarmbereitschaft, kann Stress krank machen, wenn die Beanspruchungen übermässig sind.
Man muss zwischen dem Eustress (eu: gut, schn) und dem Distress (dis: schlecht, krankhaft) unterscheiden. Ein ausgeglichener Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung ist Voraussetzung für unser Wohlbefinden. Die Grenze zwischen Eustress und Disstress ist bei jedem Menschen verschieden.
Es gibt zahlreiche Stressoren (= belastende Reize), die von jedem individuell bewertet werden und von unserem Gesundheitszustand, unserer Erziehung und unseren Erbanlagen zuständig sind.
Stressoren können z.B. sein:
- Isolation
- Probleme, Angst
- Krankheit
- Einsamkeit
- Orientierungslosigkeit
- Armut
- Minderwertigkeitsgefühle
- Tod von nahe stehenden Personen
- zu viele Verpflichtungen
- Zeitdruck
- Lärm, Reizberflutung
- Umweltgifte
- Drogen (Zigarettenrauch, Alkohol, usw.)
- Chemikalien
Wichtig ist zu verstehen, dass nicht die Situation der Stressauslöser ist, sondern die individuelle Bewertung. Die meisten Menschen reagieren auf Stress mit innerer Unruhe, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Resignation. Die Folgen von anhaltendem krankmachendem Stress sind Blutdruckanstieg, Gefühlskrankheiten, Herzmuskelschäden, Schlafstörungen, gesteigertes Aggressionspotential, usw.
Da Stress oft eine selbst gewählte Leidensform ist, lohnt es sich, sich damit auseinanderzusetzen. Wenn man sich z.B. nicht so viel vornimmt, manche Probleme nicht überbewertet, oder Stress in körperliche Aktivitäten umsetzt, kann man dem Stress entgegenwirken.