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an 62jährige

Hallo, ich bin es wieder. Du hast absolut Recht, genauso fühle ich mich. Ich bin durchaus intelligent, ich habe, so meinen die meisten, viele Talente, außerdem bin ich hübsch. Soweit, wie mich andere sehen. Ich fühle mich dennoch oft wertlos, hässlich, hasse mich und alles was ich mache, finde es sinnlos und schließe mich dem, was meine Mutter häufig sagt, nämlich dass alles, was ich im Leben könne, unverschämt sein, Pillen schlucken und Probleme machen sei. Ich habe Borderline-SVV, leide an Depressionen und habe vermutlich auch RLS (Restless-Legs-Syndrom), was wohl der Hauptgrund ist, warum ich so schlecht schlafen kann. Vielleicht geht schon die innere Anspannung auf die Muskeln über. Für meine Mutter etikettiere ich mich bloß mit irgendwelchen Diagnosen. Schwachsinn!! Ich hasse es, Patientin zu sein. Ich möchte nicht dauernd therapiert werden, mich nicht ständig als Kranke fühlen. Das ist schlimmer für mich, als diese Probleme selbst. Daher die ständigen Kollisionen mit meiner Mutter. Sie begreift kein Stück weit, wie ich mich fühle, schätzt mich heute als völlig krank, morgen als infantil und übermorgen als schlich und ergreifend undiszipliniert ein. Deswegen fällt es mir so schwer, mit ihr auszukommen. Meine Mutter ist völlig inkosequent, springt immer von einem Gedanken oder Entschluss zum anderenund ich weiß nicht, wohin ich mich wenden soll. Ich brauche und wünsche mir nicht gar so viel Liebe, wie Stabilität. Mir geht es ein ganzes Stück besser, seit es Dinge gibt, die ich regelmäßig mache (Hobbies). Als ich nichts Festes hatte, hatte ich die schlimmsten Depressionen, pumpte mich ohne Unterlass voll oder ritzte mich und hatte das Gefühl, ich befände mich in freiem Fall. Aber so etwas Simples kann mich doch nicht vor den bösen Drogen schützen, nein! Ich habe regelrecht den Eindruck, meine Mutter male sich irgendwelche übermächtigen bösen Kräfte dahinter aus. Drogen waren nie mein Problem, es ist all das andere, das ich übrigens bewältigen könnte, würde die Kulisse nicht ständig wechseln, hätte ich in meiner direkten Umgebung Menschen, die mich so akzeptieren, wie ich halt bin. Vielleicht lernt meine Mutter das in dieser Elternorganisation, wo sie jetzt auch hingeht. Aber für wahrscheinlicher halte ich es, dass sie bald nicht mehr hinkommt, weil sie ja immer alles besser weiß. Jetzt habe ich gesagt, Drogen sind nicht das Problem. Ich habe seit einer Woche kein Heroin mehr gespritzt, keines mehr da und hole mir wohl erstmal auch kein neues. Es war die erste Droge, die meine Stimmung wirklich über mehrere Tage stabilisierte, Antidepressiva eingeschlossen, trotzdem. Mir kommt es so vor, als wäre der letzte Druck schon mindestens einen Monat her, aber ein großes Verlangen danach habe ich auch nicht. Es geht mir nicht sehr schlecht, aber auch nicht gut. Ich weiß noch nicht, was ich will, vielleicht wieder ein Weilchen dicht machen, andererseits habe ich kein so großes Interesse daran, irgendwie locken Drogen mich nicht mehr allzu sehr. Ich bin schon wieder freudlos, manchmal fast apathisch, zwischendurch völlig überdreht, denke häufig an Tod und Suizid und weiß gar nichts mehr. Manchmal kann ich nicht denken, nicht fühlen, bin innerlich restlos leer, sitze nur da, starre die Wand an und denke, dass ich gleich anfange zu heulen. Und gerne unglaublich besoffen wäre. Keine Ahnung, was ich machen soll.

Substanzen

  • Heroin

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