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Cannabis-Entzug

Hallo zusammen, es folgt die Kurzfassung meiner Story: ich habe mit 13 zum ersten Mal gekifft und mit 14 dann regelmäßig. In dieser Zeit hatte ich- wie wahrscheinlich alle Jugendlichen- ziemliche Probleme mit mir selbst und meiner Umwelt. Ist ja klar, schließlich muss man in der Pubertät herausfinden, wer man ist, was man will vom Leben.. die ganzen wichtigen Dinge halt, die die Weichen fürs spätere Leben stellen. Persönlichkeitsentwicklung eben. Ich hatte in dieser Phase meines Lebens einige Probleme, mich selbst anzuerkennen oder gar zu lieben. In dieser Zeit erlebte ich einige unangenehme Dinge und machte schlimme Erfahrungen. Wenn ich mich mit bestimmten Erlebnissen und Gedanken nicht auseinandersetzen wollte, griff ich zur Tüte. Gelegentlich ging ich auf Goa- Parties und nahm dort was ich kriegen konnte. Koks, Teile, Pilze und mal einen Trip, auf dem ich 36 im Horror hing. Also wieder ein paar negative Erlebnisse mehr. Der Selbsthass wuchs. Ich begann mich zu ritzen. Das habe ich mit 16 jedoch in Griff gekriegt und ab 18 hab ich dann "nur noch" gekifft. In dieser Zeit (bis vor kurzem) betrachtete ich Marihuana als eine Art "therapeutische Maßnahme", die mir half, der Realität und allem Unangenehmen, was damit verbunden war, zu entfliehen. Trotzdem bestand ich die Mittlere Reife und begann eine Ausbildung, die ich mangels Motivation leider abbrach. Momentan habe ich einen Aushilfsjob. Meine Lehrer diganostizierten mir zeitlebens genügend Intelligenz, das Abitur zu machen. Da kommt man schon ins Grübeln vor ca 4 Wochen hatte ich ganz üble Darmprobleme und bekam Panik (leichte hypochondrische Angststörung kommt dazu). Meine Innere Stimme sagte mir, es ist die Zeit gekommen, aufzuhören, meinen Körper mit selbstsabotierenden Substanzen zu vergewaltigen. So geschah es dann. Seit 4 Wochen bin ich clean ;-) Will allerdings nicht sagen, dass ich über den Berg bin. Die ersten eineinhalb Wochen ging es mir ziemlich dreckig: Ich hatte keinen Appetit, keine Lust auf Sex und ganz schlimme Depressionen, hab ständig geheult (völlig grundlos), an schlimme Dinge gedacht und sogar überlegt, wieder zu ritzen. Ich wurde regelrecht von den verdrängeten Erlebnissen überflutet. Seit letzter Woche gehts zum Glück. Ich arbeite mit Affirmationen, meditiere, geh spazieren und jogge. Ich bin seit meinem Entzug ständig in Internet- Foren (psychotherapie und med1) unterwegs, in denen ich mich mit "Mitleidenten" austauschen kann, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass je mehr ich darüber rede/ bzw. schreibe, desto freier wird mein Kopf und ich kann meine Erlebnisse objektiver betrachten. Allerdings wurde mir in den letzten Tagen und Wochen klar, dass alles, was ich in den letzten 7 Jahren verdrängt habe, nicht weg ist aus dem Bewußtsein. Es will alles aufgearbeitet sein. Und dem muss ich stellen. Ich habe mir professionelle Hilfe dafür geholt und bin froh drüber. Mir wurde unter anderem klar, dass meine Persönlichkeitsentwicklung erst jetzt richtig stattfinden kann und ich nicht mal genau weiß, wer ich bin. Desweiteren bin ich ziemlich einsam, denn natürlich besteht der komplette Freundes- und Bekanntenkreis aus Kiffern (deren Gesellschaft mir momentan nicht ganz so angenehm ist).... Mein Freund kifft leider noch, aber er ist die einzige Person, die mir zuhört und mich ermutigt. Ich denke meine Story ist absolut kein Einzelfall. Ich bin froh, die Entscheidung, das Kiffen zu stecken, getroffen zu haben. Und ich sage aus voller Überzeugung: Cannabis ist eine Einstiegsdroge, hat ein hohes Ahängigkeitspotenzial und verändert die Persönlichkeit!!! ICH WÜNSCHE ALLEN, DIE ÄHNLICHES DURCHMACHEN ALLES GUTE UND VIEL GLÜCK!!!! Leider gibt es bei uns in Stuttgart keine Cannabis- Selbstihilfe- Gruppe und so muss der Austausch übers I- Net stattfinden.... Wär toll, wenn sich in der Richtung mal was tun würde. Tut mal lieber die Möhrchen!

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