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+++ "Breaking Meth" - ein Selbsthilfe-Angebot für
Menschen mit Methamphetamin / Crystal – Erfahrung


Erfahrungsbericht:

Ich wäre gern wieder ein glücklicher Mensch, doch was hindert mich daran? Diese Frage stelle ich mir jeden Tag und das schon seit knapp 3 Jahren. Dies ist die Zeit, in der ich ohne Drogen lebe. Ich kann mich nur noch sehr schwach erinnern wie alles genau anfing, genau wie an das glückliche Familienleben was sich jedes Kind in diesen alter sicherlich wünscht. Ich habe kaum noch Bilder aus dieser Zeit vor meinen Augen, die Scheidung meiner Eltern war wohl der ausschlaggebende Grund das heut alles so ist wie es ist.

Jeder sieht mich, und fällt ihnen was an mir auf? Nein zumindest fragt mich keiner danach. Ich weiß noch wie es auf einmal war, nicht mehr einfach so zu meinen Vater zu gehen, sondern eine Tür weiter um Ihn zu sehen. Früher hatten wir viele gemeinsame Sachen gemacht, an die ich mich gern erinnern würde, doch es nicht kann. Weiß noch wie ich die letzten Nächte bei ihm geschlafen hatte bevor er wegzog zu seiner jetzigen Lebensgefährtin. Es ist alles nur sehr wenig an was ich mich Erinnern aber ich glaube zu dieser Zeit hatte ich den Weg auf die schiefe Bahn schon eingeschlagen.

Ich weiß garnichtmehr wie ich das erste Mal an Gras herangekommen bin. Doch so fing es an. Es zerbricht mir sogar gerade den Schädel wenn ich darüber nachdenke wie alles anfing. Die ersten paar male war es sicherlich nur aus Spaß und wir sind wie die Kinder, was wir auch waren, lustig durch die Gegend gerannt. Woraus sich leider ein tägliches Verlangen ergab und ich es nicht mitbekommen habe oder wollte. Aber was will man machen wenn man nur Leute um sich herum hat die das Gleiche tun wie du? Ok ich habe viel Freunde sitzen lassen bei denen ich mit Sicherheit besser aufgehoben gewesen wäre. Ich bin früher jedes Wochenende zu meinen besten Kumpel gefahren und es war echt eine schöne Zeit. Als ich das Gras für meinen besten Freund erkannt oder gefunden hab wurde dies auch immer weniger.

Zuerst nahm ich mir immer was mit um dort über die Runden zu kommen auch wenn es nur 2 Tage waren, aber wir hatten eigentlich auch die ganzen Sommerferien miteinander verbracht. Plötzlich merkte ich wie ich immer weniger das verlangen hab ihn zu besuchen und das nur wegen den Gras! Vorher wäre es eine Strafe gewesen für mich , hätte mir meine Mutter verboten hinzufahren. Schließlich habe ich mich komplett von ihn abgewandt und das nur wegen Leuten die das selbe Hobby hatten wie ich, nämlich das Kiffen.

Als ich meine erste Bong geraucht hatte weiß ich noch heute, bin ich nach Hause und hab erst mal geschlafen. Meine Mutter nur alles ok? Ich natürlich: ja klar bin nur müde und das bestimmt mit feuerroten Augen. In diesen Augenblick hätte sie es eigentlich mitbekommen hätte sollen, was aber nicht der Fall war. Meine Schulischen Leistungen ließen natürlich auch nach. Es war mir eigentlich egal und mein Verhalten erst recht. Ja klar gab es Ärger und um dies alles wieder aus den Kopf zu bekommen half natürlich einen Kopf zu rauchen. Das war woran ich schon nach den aufstehen gedacht habe und erst recht dann nach der schule. Also es hieß schnell nachhause, Sachen ablegen und sofort wieder raus, wie es auch war.

Damals mussten wir ja ständig im Park oder sonst wo Kiffen was auch Verständlich ist oder welcher Elternteil erlaubt es schon seinen Sohn oder Kind zu Kiffen? Es war echt eine lustige Zeit wenn ich mich so Erinnere wie ich meine Bong damals total breit versteckt habe und dann am nächsten Tag nicht mehr gefunden habe, auch wenn dies jetzt nur ein kleines Beispiel war. Es gibt noch zig Sachen die ich jetzt erzählen könnte aber das würde zu lang dauern. Jaa so sahen unsere Tage aus, mit nichts tun und abhängen. Wie jeden Abend schließlich total breit nachhause gefahren und erst mal den Kühlschrank geplündert wie es halt so ist wenn man Kifft. Der Heißhunger ist so unbeschreiblich, du isst einfach alles und egal was und wie viel bis du dich dann letztendlich mit vollgeschlagenen Magen schlafen legst. Der große Hunger wo kam der wohl her?

Ganz allgemein, kiffen weckt das Appetitgefühl doch bei mir hatte das noch andere Gründe woher der Hunger kam. Ich weiß noch wie ich jeden Tag nach der Schule Heim bin. Meine Mutter hatte gekocht oder auch nicht. Egal was es gab ich wollte nie Zuhause mitessen und mir lieber was beim Döner um die Ecke holen, weil ich natürlich Geld brauchte für meine Sucht. Letztendlich gab Sie mir immer was. Ich weiß noch heute wie Aggressiv ich manchmal war und einfach nur gesagt hatte dein Fraß schmeckt eh nicht was du kochst, nur weil ich Geld wollte und brauchte. Heute schäme ich mich dafür, wie vor so vielen Sachen. Ich habe mir natürlich nur so viel geholt, das es noch für was zum Rauchen reicht. Wenn nicht habe ich ganz darauf verzichtet. Wie jeden Abend kam die Frage :“Was hast du dir heut geholt“ Ich wie immer ohne jegliches Nachdenken gelogen.

Meine Kontakte bauten sich schließlich immer weiter aus, bis in die Klinger. Zuerst war ich geschockt, aber als ich merkte das ich einfach tun und machen kann wurde es mir schmackhaft. Damit meine ich so was wie Bier trinken und rauchen was in meinen Alter sicherlich nicht das richtige war. Als 15Jaähriger vor einer erwachsenen Frau und Mann zu kiffen, der auch noch mitraucht ist das normal? Normal mit Sicherheit nicht aber dort war es so. Besser konnte man es nicht haben, doch heute sehe ich es aus einer anderen Sicht. Ich saß mit Kriminellen Leuten an einen Tisch, Drogendealern, Schlägern und Alkoholikern. Je länger ich oben war, bekam ich immer mehr mit. Sein Stiefvater den ich als netten Typ, trotz seiner ganzen narben eingeschätzt habe, war einer der seine Frau schlägt und sich jeden Tag besäuft.

Ich hätte eigentlich merken müssen das dieses Umfeld nicht gut für mich ist, aber das tat ich nicht aus welchen Gründen auch immer. Ich hing immer mehr von Tag zu Tag in diesem Viertel ab, doch wo waren meine Eltern die einen vor so was schützen sollten? Mein Vater kam jedes Wochenende, wenn überhaupt für 5min mich besuchen. Wir saßen im Auto und das einzige was ich mir anhören musste wie schlecht es ihn doch ginge und mehr hatten wir uns auch nicht zu sagen außer so paar ganz Allgemeine Fragen. Meine Mutter war zuhause oder auf Arbeit. Wie kann man als Elternteil so eine Veränderung seines Kindes nicht mitbekommen, das frage ich mich noch heute. So zog sich mein trister Alltag langsam fort. Ich hatte mir immer geschworen das kiffen das einzige bleibt und ich nie so einen scheiß wie Chemie anfassen würde, doch der Tag kam.

Die Frage kam „ willst du auch mal“ und das von einen über 30 Jährigen zu einen 15Jähirgen. Ich nahm das Angebot schließlich an und zog mir ein paar bahn Ecstasy rein. Ich war schon gut drauf und fand es letztendlich doch nicht so wild wie ich vorher der Meinung von wahr. So hab ich immer öfters zugenickt wenn es was für die Nase gab, Schlussfolgerung ich blieb die Nächte über dort mit der ausrede das ich bei einen von meiner Mutter bekannte Kumpel schlafe. Sie wusste ja nichts von all dem, wie bis heute. Eines Tages hatte sie jedoch etwas Gras bei mir gefunden, was ziemlichen Ärger gab und ich nur sagte es war das erste Mal ,was sie mir auch glaubte. Obwohl ich auf Deutsch gesagt schon ein übelster Junkie war.

Von da an schränkte sie auch das mit dem Geld ein. Entweder ich hab gegessen was auf den Tisch kam oder nichts. Wo bekomme ich nun Geld her war die Frage. Mit gutem Gewissen kann ich sagen ich habe Sie nie bestohlen, aber dafür andere wie z. b. Fahrradteile geklaut und später verkauft. Unser Keller war auch ein Guter Ort um Sachen zu Geld zu machen. Ich habe allmöglichen kram verkauft um an Kohle ran zu kommen. Später Wunderte sich meine Mutter wo das ganze Zeug hin sei und ich nur wieder keine Ahnung. Wenn ich so zurück denke überkommt mich einfach nur so ein unbeschreibliches Gefühl. Nun steckte ich in diesen Teufelskreis, wie es viele bezeichnen.

Ein noch viel unbeschreiblicheres Gefühl ist, wenn man seine Sucht nicht befriedigen kann. Für mich ist heut noch jeder Tag grau, doch damals waren sie noch viel grauer. Einen Tag ohne Gras, unvorstellbar. Schon kein Geld zu haben setzt in einen irgendwas aus,absolut schlecht gelaunt und down zu sein. Dein einziges Ziel an etwas heran zu kommen. Du fährst Planlos durch die Gegend oder sitzt da. Wenn du jedoch etwas hast geht die Sonne auf und du bist zufrieden, auch wenn es nur für einen Moment ist. Ich glaube dies sind die einzigen Gefühle die man als abhängiger hat, weder ein Hauch von Liebe, Mitgefühl oder ganz allgemein das Interesse an einer Sache fehlt, was heute zum Teil auch noch der Fall ist.

Wie fast jeden Abend sitze ich da, denke nach und höre Musik. Aber weiter zu meiner Jugend, wenn man das Jugend nennen kann. Die Partys wurden immer härter und Länger. Zu meiner Jugendweihe kam ich zum ersten Mal mit Crystal in Kontakt, eine der Härtesten Drogen mit auf den Markt. Auch davon habe ich nur noch sehr schwache Erinnerungen oder will es einfach nicht. Mein ganzes Geld habe ich in den Wind oder besser gesagt in die Nase geschossen. Weiß auch gar nicht mehr was ich als Ausrede hatte wo es alles hin sei, doch es ist keinen aufgefallen. Ich will nicht übertreiben aber gute 6Tage war ich bestimmt „drauf“ , das heißt ohne Schlaf und Essen. Ich lag die ganze Nacht in meinem Bett ohne ein Auge zu zumachen, da ich meist jeden Abend heim kommen musste.

Kann bis heute noch nicht verstehen wie das alles so unbemerkt bleiben konnte, aber das lag wohl daran, dass ich keinen wirklichen Kontakt zu meiner Mutter hatte. Umso besser waren die Nächte, die ich oben verbracht hatte. Die ganze Nacht „scheiße“ gelabert, total verballert und einfach nur guten Beat gehört. Es war ein Gefühl von frei zu sein, keinen Gedanken an irgendeine Sache verschwendet und einfach gelebt. Stundenlang über irgendwelche Hirnrissigen Sachen geredet, über die man später nichts mehr weiß. Aber auch Sachen gesehen die gar nicht da waren oder etwas anderes. Da Erinnere ich mich gerade an einen Aufkleber der am Türrahmen klebte, der blau, braun und weiß war. Ich bin zigmal rüber in die andere Wohnung zu meinen Kumpel und fing an da ist blaues Crystal, braunes Koks und weißes Speed am Türrahmen, da ich ja mit den erwachsenen feierte. Totaler Schwachsinn aber naja kein Kommentar wie zu so vielen Sachen die ich gesehen hatte.

Heute denke ich mir wie kann man nur drauf gewesen sein, doch damals fand ich´s eher geil so einen Trip gehabt zu haben. Wie Silvester, das Jahr müsste ich jetzt lügen. Zwei oder drei Tage vorher angefangen zu feiern auf Pepp, was zwar nicht ganz so hart ist wie Crystal aber einen trotzdem die Sinne raubt. Die Böller einfach aus den Fenster geschmissen, was hinterher total schwarz war. Am Boden herumgekrochen weil wir Pepp gesehen hatten, jemand auf eine Sache angesprochen die ich tun sollte was schon einen Tag her war, Maden gesehen als ich im erbrochenen stand und, und ,und. Lustig so was zu hören aber auf einer Art und Weise schon Krass.

Sogar zu meiner Abschlussprüfung der Regelschule war ich total drauf. Ich wusste nicht mal mehr wann ich zur mündlichen Prüfung musste, also schaute ich nach und es war Morgen. Ohne jeglicher Vorbereitung einfach hin und nun stand ich da, kein Wort kam aus meinen Mund und so bekam ich die Note 6. Aber ehrlich gesagt, es war mir zu diesen Zeitpunkt ziemlich egal und erst mal einen geraucht bevor ich heim ging. Meine Mutter war natürlich sehr enttäuscht, was will man auch schon mit einen Hauptschulabschluss erreichen, diese Frage habe ich mir damals aber nicht gestellt weil ich auf alles geschissen hab. Also musste ich auf die Berufsschule, um meine Schulpflicht zu erfüllen und evtl. einen Realschulabschluss in zwei Jahren zu erwerben. Was ich schließlich auch alles hängen lassen hab.

Ich bin gerad etwas abgekommen, was aber schließlich auch zu meinen Leben gehört. Gehen wir mal wieder in das Drogenviertel, in das mich auch mal mein Vater verschwinden sah. Weiß auch nicht mehr wie es kam als er mich mal verfolgte oder aus irgendeinen Grund auf den Weg im Auto saß. Weiß nur noch wie ich komplett den Kontakt zu Ihm abgebrochen hatte. Einestages stand er dann vor meiner Tür. Ich wollte Ihn auf keinen Fall sehen aber mit großer Überwindung hatten wir uns kurz hallo gesagt und wie´s geht, dann ging er wieder soweit ich mich erinnern kann. Es ist einfach alles schon viel zu lang her, doch Wunden heilen nie wie man so schön sagt. Unser Kontakt baute sich langsam wieder auf, aber auch nicht so wie es zwischen Vater und Sohn seien sollte.

Die Zeit verging so langsam. Das zweite Jahr in der Berufsschule lief etwas besser. Ich lernte einen bis vor kurzen noch guten Kumpel kennen, der keine Drogen nahm. Wir hingen immer öfters ab und machten nach der Schule etwas aber ich hatte immer noch den drang meine Sucht zu befriedigen, was ich auch tat. Bin halt was rauchen gefahren und dann zu Ihm, je nachdem. Es war wie eine Zwickmühle, doch meist hatte ich mich entschlossen lieber Kiffen zu fahren. Aber irgendwann wurde das auch weniger aber nur weil er ab und zu mitgeraucht hatte, aber nie drauf hängengeblieben ist, was ich mir auch gewünscht hätte.

Meine Schulischen Leistungen wurden zwar etwas besser aber letztendlich nicht ausreichend, ich bin einfach nicht zur Prüfung gegangen und wieder meiner Mutter dreist ins Gesicht gelogen, gelogen wie sie zum zweiten Mal Gras bei mir gefunden hatte. Frühs im Eifer des Gefechts mein Döschen im Bad stehen lassen, auf den Weg zur Schule kam schon der Anruf ob ich nichts vergessen hätte, da wurde mir klar dass ich es vergessen hatte. Schon ging es mir im Magen herum und das bis nach der Schule als ich nach Hause ging. Sie wollte mein Vater anrufen, tat es aber nicht und ich wieder ohne jegliches Gefühl gelogen es sei nicht meins und höre auf damit. Hatte ein paar Tage Hausarrest und blieb auch zu haus, aber meine Laune mit den entsprechenden Entzugserscheinungen waren vorbegriffen, ich musste einen rauchen fahren aber natürlich als sie weg war.

Das dritte und letzte Mal als sie was fand schmiss sie es in die Toilette und kaum zu glauben ich holte es heraus und rauchte es mir später rein. Das ist Sucht aber für keinen Verständlich. Ich wollte eigentlich aufhören, doch ohne Ziele war oder ist so was schwer möglich. Ich lernte ein nettes Mädel aus Bayern kenn, wir kannten uns zwar nur per Telefon aber kamen ziemlich gut klar. So kannte ich sonst nur „Drogenschlampen“ wie ich sie heute bezeichnen würde und so halt aus meiner Klasse, mit denen ich aber nichts am Hut hatte. Ja wir lernten uns immer mehr kennen und irgendwas weckte sie in mir. Wir telefonierten jeden Tag bis spät in die Nacht und redeten über alle möglichen Sachen. Man kann sagen wir waren in einander verliebt, was vielleicht komisch klingt, aber es war so. Ich erzählte Ihr schließlich auch das ich Kiffe, sehr begeistert war sie akzeptierte es. Sie hatte auch eine paar familiäre Probleme, auf was ich aber nicht eingehen möchte.

Wir lernten uns immer besser kennen vertrauten und sie öffnete mir die Augen. Ich Versprach Ihr aufzuhören, was ich allerdings nicht von heut auf morgen tat. Ich bemühte mich weniger zu rauchen und mache Leute nicht zu sehen. Es war zwar schwer, aber irgendwie klappte es. Plötzlich hatte ich ein anders Glücksgefühl, nämlich sie am Ohr zu haben. Natürlich habe ich sie öfters belogen, wonach es mir auch Leid tat, dieses Gefühl was ich nicht kannte wie die Liebe. Ich dachte immer mehr über die Worte nach was sie sagte.

Kurz vor Weihnachten der 22.12.2008 setzte ich mir ein Ziel, eine Bong noch und dann ist Schluss. Meine Leute denen ich das erzählt habe, haben natürlich gelacht und gesagt das schaffst du eh nicht. Ich rauchte meinen letzten Kopf an diesen Tag und das bis heute. Ja ich bin stolz drauf und einen Träne Rollt mir in diesen Moment übers Gesicht. Ich lag abends im Bett, hatte Schweißausbrüche, konnte nicht schlafen, habe geweint und über allesmögliche nachgedacht. Plötzlich hatte ich Gefühle, auch wenn es komisch klingt. Ich habe an so viel Dinge gedacht, die mir sonst gleichgültig waren. Man kann dieses Gefühl einfach nicht beschreiben, noch heute kommt es mir hoch und es ist einfach.... Sie hat es aber irgendwie geschafft mir kraft zu geben.

Die Feiertage standen vor der Tür, was für mich selbst heut noch recht komisch ist. Ich bin nicht der Familienmensch, woher auch. Ich saß wie es eigentlich jedes Jahr ist einfach nur da, alle sind fröhlich und reden miteinander. Ja klar vielleicht fehlt mir die Lebenserfahrung um bei den Erwachsenen mitreden zu können aber das ist es nicht. Über Dinge die andere erfreuen oder zum Lachen bringen lassen mich kalt, ich frage mich warum. Dieses Fest Verbrachte ich sogar bei meinen Vater, aber mehr als das ich einfach nur da war, wahr da auch nicht. Ich war auf Entzug und wollte eigentlich nur einen rauchen, tat es aber nicht. Meine Laune war natürlich auch sehr wechselhaft bis depressiv.

Nach den Feiertagen besuchte ich nochmal paar Leute, trotz Angeboten sagte ich nein und verzichtete. Letztendlich brach ich den Kontakt total ab und glaube das ist auch der einzige weg etwas zu ändern. Ich verspürte trotzdem immer und immer wieder das Verlangen nach etwas Grünen, doch habe nur an Sie gedacht . Nach einiger Zeit und leider vor unseren Treffen ging es auseinander. Hätte niemals gedacht das man für eine Person so viele Gefühle entwickeln kann ohne sie einmal real gesehen zu haben. Ja es hat mich sehr getroffen und beinahe wieder dazu verleitet rückfällig zu werden aber meine Willenskraft war stärker.

Wer will und Ziele hat sollte sie auch verwirklichen und nicht nach lassen. Mein Verhältnis zu meiner Familie hat sich natürlich auch gebessert aber ist noch lang nicht so wie ich es mir wünsche. Ich liebe sie aber kann es nicht zeigen, was ich aber auch nicht von Ihnen sehe. Ich frage mich manchmal echt warum ich lebe und das nicht selten. Ich lebe Tag ein Tag aus mal schauen was kommt. Zurzeit läuft zwar relativ alles gut aber tief in mir nicht. Meine Ausbildung ziehe ich durch, was nicht meine erste angefangene ist, alles läuft super oder macht es zumindest den Anschein.

Was hindert mich daran glücklich zu sein? Ich habe kein Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, bin ein gefühlskalter Mensch und leide unter Depressionen, das kann ich über mich sagen. Über Selbstmord hatte oder denke ich auch öfters nach, wie mein erster Gedanke den Führerschein zu haben und wie es wäre, total besoffen vor einen Baum zu fahren, krank ich weiß aber es ist so. Jede Familienfeier lässt mich kalt, obwohl es eigentlich mein Wunsch ist zusammen zu sein aber es komisch ist wenn ich in dieser Situation stehe. Es zieht mich runter, sehr sogar. Wie all die Glücklichen Paare, die mir begegnen wenn ich sinnlos durch die Stadt ziehe.

Gefühle zu einer Person aufzubauen fällt mir ebenfalls schwer, deswegen bin ich seit diesem Zeitpunkt auch Single. Ich bin einfach nicht wie jeder andere in meinen Alter. Jetzt beginnt wieder die Weihnachtszeit, das Fest der Liebe. Vor einigen Tagen besorgte ich mir von einem alten Bekannten den ich durch Zufall traf ein wenig Crystal. Ich frage mich jetzt noch wie es mir in den Sinn kam oder mich dazu verleitete, es ist mein Denken würde ich sagen. Habe mir geschworen nie wieder Drogen zu nehmen. Mein Gewissen sagt mir nein es ist nicht gut aber irgendwas in meinen Kopf wieder um, wie wäre es denn mal frei zu sein ohne Kummer und sorgen einen drauf machen. Ich will nicht, aber ich denke nur so kann ich wie alle anderen sein.

Fühle mich wie ein Lebendes Wrack, es überkommt mich immer und immer wieder dieses komische Gefühl. Schon der Anblick von denen ich das Zeug gekauft hab, total runter gekommen aber so sah ich früher auch aus. Ein trauriger Anblick, aber einer bekommt die Kurve, der andere nicht. Zum Glück habe ich sie bekommen, möchte nicht wissen wie es jetzt ausschauen würde. Genau so was hält mich davon ab es zu nehmen, wie der Gedanke meiner Familie so gegenüber zu sitzen. Meine Ansichten haben sich geändert, jedoch meine Seele bleibt kalt. Was ist nur mit mir los? [Link siehe Netiquette] Sehr gutes Lied, auch wenn es um Heroin geht aber jede Droge ist gleich.

Substanzen

  • Abhängigkeit / Sucht
  • Cannabis
  • Crystal [Methamphetamin]

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Kommentare

Kommentar von drug scouts |

Wie Du unserer Netiquette entnehmen kannst, veröffentlichen wir in Erfahrungsberichten keine Links zu Musik- und/oder Videoportalen:
http://drugscouts.de/de/experiencereport/netiquette

Kommentar von Mona |

Clean!!

Hallo Clean,

alle Achtung!! kann nur den Hut vor Dir ziehen!! weiter so. Ich bin eine Mutter, deren Sohn Chrystal-u.a. Abhängig ist. Er macht eine Langzeittherapie. Ich gebe mein Leben für meinen Sohn. 

Das Glück kommt dann, wenn du es nicht erwartest!!!!!

Kommentar von Cnean! |

Danke Mona :) zum glück bin

Danke Mona :) zum glück bin ich darauf nie so wirklich hängengeblieben aber bisher wieder an 3wochenenden konsumiert hab und das vor meinen 3jährigen "clean sein". weiß auch nicht was mich dazu trieb aber ich konnte halt nicht mehr.

das mit deinen sohn tut mir natürlich leid ist sicherlich nicht leicht aber so eine mutter wünscht sich wohl jeder in dieser situation die zu einen steht und nicht aufgibt. meine wissen ja bisher nix darüber... Lg

Kommentar von Mona |

Clean, 19 Jahre

Hallo Clean,

was hast du d

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