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clean??

hi zusammen... ich wollte hier mehr oder weniger eine meinung zu einigen von euch posten und nicht direkt einen erfahrungsbericht. ich bin 32 jahre alt und habe mit 13 angefangen zu kiffen, mit 15 heroin, kokain und jede menge benzos+alk. ich habe 2 langzeittherapien(§35) und 17 entgiftungen hinter mir, bin jetzt schon 4 jahre im methadon programm. was mich total erstaunt, sind hier eure aussagen. ich lese hier immer wieder das wort clean..oder sätze wie: ich habs jetzt geschafft. ich möchte euch einfach nur sagen, dass ihr mit solchen aussagen vorsichtig sein sollt. ich war schon sehr oft für kurze zeit clean, was aber nie bedeutet hat, dass ich es geschafft habe. ich erinnere mich an den spruch von den cops, die sagten mal zu mir: einmal junkie immer junkie. auch wenn die es anders meinten, stimmt die aussage doch. man ist sein leben lang süchtig. man kann nach 20 jahren einen rückfall erleiden und wieder drauf kommen. ihr solltet es euch immer vor augen halten, dass ihr ein suchtproblem habt und NIEMALS gleichgültig damit umgehen. ich habe mittlerweile einen grossen schritt geschafft, auf den ich auch stolz bin, aber ob ich ewig clean bleibe weiss ich nicht. ich habe es geschafft, von 155 mg methadon auf 40 mg polamedhon zu kommen, habe schon über ein jahr kein beikonsum und versuche nach 10jahren, meinen führerschein wieder zu bekommen. das wichtigste bei dieser entwicklung war, die trennung von meiner alten freundin, die wie ich auch drauf war und süchtig bis in die haarspitzen. ich habe es nie geglaubt, aber es ist wahr, zwei nichtschwimmer können sich nicht retten. jetzt habe ich eine freundin, die nie was mit drogen oder kriminalität zu tun hatte. sie sagt, ich wäre für sie 2 personen, einmal der typ, der drauf war und kriminell war und dann der, der es mit aller kraft versucht davon wegzukommen. was mir sehr hilft, ist ihre liebe. als junkie kennt man diese gefühle kaum noch. körpereigene glücksgefühle nimmt man nicht mehr wahr, da die droge überall andockt und die rezeptoren besetzt. trotzdem fühle ich mich mit ihr an meiner seite total glücklich und es ist ein ansporn weiter runter zu gehen. ich gehe wöchentlich runter vom pola, was ich bei meinem alten arzt nie gemacht habe. im gegenteil ich hatte tonnenweise beikonsum und wurde noch weiter hochgestuft. ich kann euch allen nur raten, sucht euch jemanden, der nichts mit alledem zu tun hat. denkt über eure beziehung nach (wenn ihr denn eine habt). wenn sie auch drauf ist, solltet ihr mal überlegen, ob es nicht doch eine zweckgemeinschaft ist. wenn ihr diese entdeckung erst später macht, wird es euch sehr verletzen und ihr seid wieder gefährdet einen rückfall zu erleiden. der mensch der euch so nahe steht, sollte die tür zu der "normalen" welt sein. durch sie könnt ihr normale kontakte knüpfen, normalen hobbys nachgehen und vllt auch irgendwann wieder einen job ausüben. wenn man all das beachtet, hat man eine gute chance, sauber zu bleiben. aber man sollte nie übermütig behaupten, man habe es geschafft und ist jetzt für immer clean. wichtig ist, dass man von einem auf den anderen tag denkt. man sagt sich dann selber, heute habe ich wieder einen tag geschafft, super morgen dann weiter so. so ich hoffe das hat euch ein wenig helfen können, wenn meine aussage für euch schwachsinnig ist, seid ihr weiterhin gefährdet. gruss matthes

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