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Der Weg in den Abgrund..oder nicht?

Ich möchte meinen Erfahrungsbericht damit beginnen, um allen hier klarzustellen wie ich meinen ersten Kontakt mit Drogen hatte..ich war schon immer sehr fasziniert von den Rauschmitteln, und habe wahrscheinlich deswegen, der Faszination von etwas neuem, unbekanntem, das ja immer von allen schlecht geheißen wird, im August 2009 meinen ersten Joint geraucht. Nichts gemerkt. Der Tag danach nochmal, noch weniger gespürt..aber dann fing es an. Ich habe mich mit meinem Kumpel, der - obwohl jünger - schon mehr Erfahrung in solchen Sachen hatte, getroffen und wir sind beide los gezogen um unser erstes eigenes Gras zu besorgen. Das hat dann auch geklappt, und das Gefühl gab mir etwas tolles (mit keiner Toleranz und nach 2,5g je Person in rund 18 Stunden wohl auch kein Wunder). In der darauffolgenden Zeit wurde das Kiffen immer häufiger, aber nie zur Gewohnheit. Zu verschiedenen Anlässen mal einen geraucht, aber nie durchgängig (worüber ich auch froh bin, denn aus meinem einst besten Kumpel ist heute jemand geworden, der die ganzen Klischees bestens erfüllt: faul, antriebslos, Matsch in der Birne).

Mit der Zeit lernt man ja bekanntermaßen immer mehr Leute kennen, die dann auch andere Dinge besorgen können..und da hieß es dann "Pep ist der Hammer, musst du probieren". Ich habe mich also informiert und war sehr aufgeregt, denn ein Gefühl von absoluter Wachheit kannte ich bisher nicht..gesagt, getan - in dem Falle: 2 Tage nachdem wir uns über Speed unterhalten hatten habe ich meine ersten 3g gekauft (Übrigens für 60 Euro, viel zu teuer). In der ersten Nacht gleich heftig übertrieben. Nach 1,5g in vielleicht 12 Stunden ging es mir nicht besonders gut..aber es war ja noch mehr da, gut, das also auch noch gezogen. Ich hatte nie vor, das Ganze zur Gewohnheit werden zu lassen..aber schon nachdem meine 3g aufgebraucht waren, hab ich die nächsten 3g bestellt. 4 Tage später waren auch die leer..und dann kam der Anruf, dass erstmal nichts mehr gehen würde.

Gewartet.

1 Woche später dann eine neue "Connection", und die sollte mich lange Zeit begleiten. Sehr gelblich-schimmerndes Pulver, für 12 Euro pro Einheit..und vor allem das beste, das ich bis dahin hatte (meine Erfahrung war auch nicht sonderlich groß, vielleicht ist das also übertrieben^^)..und dann wurde das Geschniefe alltäglich. Vor der Schule, nach der Schule..vor allen möglichen Gelegenheiten. Die Wachheit wollte ich schließlich nicht verlieren..aber was noch schlimmer war: dann auch in der Schule. Nun war es also Mitte Dezember und ich habe gut 1-1,5g am Tag gebraucht. Mit 16 ist das natürlich eine finanzielle Belastung die ihresgleichen sucht..dann gegen Silvester ging plötzlich wieder nichts mehr, Ebbe. Also Kokain probiert..und wow. Das war noch besser. Ich hab mich oft gefragt, warum das ganze wohl so teuer sein würde..aber dieses Gefühl..ich hinterfragte nichts mehr. Aber schließlich sind 140 Euro für 2g eine Menge Geld, und das hätte mir ja schließlich für 10-14 Tage den anderen Konsum, dem ich trotz dem "Ersatz" hintertrauerte, finanziert..das Konsummuster riss nicht ab. Es wurde mehr, das Geld weniger. Freunde, die davon Bescheid wussten, sagten ich verändere mich. Klar, ist immer so. Aber als dann auch andere anfingen sich sorgen zu machen, kam ich erstmals ins Nachdenken, ob ich das wirklich brauche..und trotz dem ganzen "Ich brauch das nicht"-Wunschdenken und dutzenden Beschwörungen nach dem Vorrat nichts mehr zu kaufen..man macht immer weiter. Und es wird immer schwerer.

Aber plötzlich kam dann eine Änderung, und ich habe gespürt warum ich das nicht brauche: der Liebe wegen. Sie hat nie von mir gefordert, dass ich es einstellen soll. Vielleicht, weil sie Angst hatte ich könnte es nicht. Aber als ich eines Abends da saß, und von diesem neuen, sehr feucht gepresseten Zeug (das übrigens gut war, denn am Abend vorher haben mir noch 2 Lines gereicht um Drauf zu kommen) vielleicht 0,7g in rund 10 Minuten zog und trotzdem nur das Gefühl für sie überwog..merkte ich, dass ich es nicht brauche. Vielleicht brauche, aber nicht mehr will. Also ein Messer genommen, Päckchen aufgeschnitten, weggeschüttet. Das ist jetzt einige Wochen her, manchmal denke ich noch über das geile Gefühl nach, aber ich habe nie das Bedürfnis noch irgendwas zu holen..da ich weiß, dass es mich - und das ist kein inhaltsloses Getippe - auf längere Basis in den Abgrund reitet..und das sollte jedem klar sein. Wenn jemand das verneint, dann lügt er sich entweder selbst an, oder braucht es wirklich nicht. Das mag eine zeitlang so sein..wenn man "Gelegenheitskonsument" ist..aber so bleibt das meist nie. Das habe ich auch an meinem Freundeskreis gesehen. Irgendwann sind es nicht mehr nur die Nächte in der Disco oder die Wochenenden, da will man dieses Gefühl der Wachheit, der endlosen Energie auch in den Alltagssituationen..und das ist das Gift daran.

Ich rate hier niemandem vom Amphe-Konsum ab. Ab und zu mag ganz okay sein..wenn es dabei bleibt. Denkt mal drüber nach. Im Leben gibt es bessere Feelings als die ganze Zeit einem Rausch hinterherzurennen.

 

Substanzen

  • Speed [Amphetamin]

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