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Die Reise in das K-Hole

Kurz ein paar Daten zu mir: weiblich, 31 Jahre, 54 kg, 170 cm, ich konsumieren sehr selten und vorsichtig. Ketamin habe ich lange gemieden, ich hatte Respekt vor der Droge, auch wenn meine Freunde mir immer versicherten, dass der Konsum safe sei. Neugierig war ich allerdings trotzdem und irgendwann gab ich dieser Neugierde nach und bat um eine Line. Da ich immer eher etwas übervorsichtig bin in Bezug auf mir unbekannte Drogen, zog ich eine winzige Line und spürte gar nichts. Das war auch ok für mich an diesem Abend. Wochen später wollte ich es erneut testen und nahm dieses Mal dann die von meiner Freundin empfohlene Menge, was mich auf einen Trip schickte, der ungefähr eine Stunde anhielt. Die Wirkung drückte mich in die Couch, ich hatte das Gefühl, als würde ich mich auflösen und ich verlor jedes Zeitgefühl. Alles um mich herum zersplitterte, Gedanken schienen wie Wasser durch meine Hände zu rinnen und es gab auch Momente, in denen ich Angst fühlte, weil ich nicht wusste, ob der Trip jemals enden würde. Tat er aber natürlich irgendwann und ich fühlte mich gut in den Tagen darauf, was ich als etwas sehr Positives ansah, denn der oft tagelange Kater von anderen Drogen veranlasste mich, von jenen die Finger zu lassen. Ich hatte nach diesem ersten Trip erstmal lange nicht das Bedürfnis, erneut Ketamin zu konsumieren. Erst nach ungefähr einem halben Jahr auf einem Festival, zog ich erneut und dieses Mal über mehrere Tage hinweg. Der letzte Tag bescherte mir dann auch den für mich bisher intensivsten Trip. Meine Freundin und ich zogen Keta an einem Seeufer und für meine Verhältnisse nahm ich sehr viel. Wieder hatte ich das Gefühl der Auflösung, ich glaubte, ich wäre überall und nirgendwo zugleich. Außerdem hatte ich das Gefühl, als könne ich jedes einzelne Gespräch hören, das um mich herum stattfand. Gleichzeitig "erblindete" ich, meine Augen fühlten sich nutzlos an. Dann begann etwas, was ich als meine Reise bezeichnen würde. Ich reiste zu verschiedenen Stationen in meinem Leben und besuchte Menschen, aber auch Gefühle aus meiner Vergangenheit. Ich observierte dies alles aus einer Entfernung und alles schien Sinn zu ergeben. Diese Reise dauerte lang an, Jahre schienen an mir vorbeizuziehen und ich machte damit meinen Frieden. Ich hatte absolut keinen Blackout, auch wenn - wie zuvor beschrieben - meine Augen nutzlos zu sein schienen. Nachdem diese sehr subjektivez Reise beendet war, spürte ich stark die Präsenz meiner Freundin, eine Art Synchonizität durchflutete mein ganzes Sein und ich kam langsam wieder in der Realität an. Meiner Freundin erging es ähnlich und sie war es dann auch, die mich darauf hinwies, dass wir wohl das K-Hole erlebt hätten. Die Woche nach dem Festival war dann allerdings nicht so erfreulich. Ich hatte mit einigen Beschwerden zu kämpfen, entwickelte Gleichgewichtsstörungen und einen kurzzeitigen Tinnitus. Ich weiß nicht, ob das Ketamin die Ursache war, aber ich konsumierte danach wieder nur sehr vorsichtig und noch seltener. Mittlerweile habe ich seit einem Jahr gar nichts genommen und das ist für mich absolut in Ordnung so, auch wenn ich nicht ausschließen will, dass ich nochmal Ketamin nehmen werde - wenn auch in wesentlich geringerer Dosis. Danke fürs Lesen!

Substanzen

  • Ketamin

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