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Die stille Königin Heroin

Tach Leute, will ich auch mal meinen Senf dazugeben......ich habe hier zwar schon mal einen Artikel verfasst, dass ist allerdings schon zwei bis drei Jahre her. Ich will hier gar nicht groß rumschwafeln, meinen bisherigen weg mit Drogen zu beschreiben. Zur Schore nur so viel: ballern war nicht mein Ding, obwohl ichs auch ein paa mal gemacht habe, Pfeife und Blech waren meine Arbeitsgeräte. Im Vergleich zu vielen anderen habe ich wohl noch ziehmliches Glück gehabt. Ich war die letzten fünf Jahre wärend meiner Studienzeit drauf (Wochenkonsum von ca. 2 Gramm), habe dennoch mein Studium sehr gut abgeschlossen. Teilweise habe ich voll zugedröhnt in Vorlesungen oder Seminaren gesessen und bin ständig eingenickt. Dachte wärend dieser Zeit immer, dass ich die Kontrolle habe und habe nicht gemerkt, wie ich immer schlimmer abgedriftet bin. Erst fing der Ärger mit der freundin an, dann mit Freunden , Familie und so weiter. Hatte mir ne schöne rosane Parallelwelt aufgebaut und mein ganzes Studienleben bestand nur aus Lügen. Irgendwann im letzten Sommer habe ich es dann voll übertrieben. Habe angefangen mit einem anderen Patienten in großem Stil Zigaretten bei Großhändlern zu klauen und habe sie dann entsprechend weitervertrieben. Teilweise hatten wir mehrere Tausend Euro am Tag, die meistens komplett am gleichen Abend wieder für Stoff, Luxushotel und andere Freuden draufgegangen sind. Am nächsten Tag war die Kohle weg und ich hatte oftmals nur noch Stoff übrig um mal gerade so den Affen zu killen. Also kurz mit dem Auto in die Uni, Vorlesung mitnehmen, dann weiter zum anderen Patienten und wieder die gleiche Leier wie am Vortag. Das ging soweit, dass ich Teilweise zwischen fünf und sechs Gramm am Tag vernichtet habe und immer verpeilter wurde. Dann ging es auf einmal ganz schnell: Polizeikontrolle-->Lappen weg......ohne Auto Dinger drehen war nun wirklich nix für mich, also ab auf den Kiez und Drogen verkaufen: Polizeikontrolle-->Drogenfund-->Anzeige. Da habe ich zum ersten mal angefangen WIRKLICH ERNSTHAFT nachzudenken. Habe nen Entzug gemacht und danach schön brav zu Ende studiert. Der Entzug war hart, aber erträglich.....war zwar nie Substi-Patient, aber hatte mich wärend der Drogenzeit immer selber mit Subutex&co behandelt und wusste was auf mich zukommt. Nach dem Entzug kam auch die gute NAchricht, dass ich nur ne Geldstrafe wegen BTMHandels zu zahlen habe. Hat mich doch ziemlich gewundert, dass die mir keine größere Lampe verpassen, da ich mit fast 5 Gramm Crack beim dealen erwicscht wurde. Seit dem Entzug habe ich zwar des Öfteren nochmal Schore angerührt, bin zum jetztigen Zeitpunkt aber seit ca. 3,5 Monaten komplett sauber und gehe einer verantwortungsvollen Arbeit nach. Will auch unbedingt meinen Lappen wieder haben und wegen Haarprobe darf ich eh nix mehr nehmen. Eigentlich ist es gar nicht so schwer von dem Scheiss loszukommen wenn man einen wirklichen Willen dazu hat. Ich möchte natürlich nicht bestreiten, dass Freunde und Soziales Umfeld da natürlich auch eine entscheidende Rolle spielen können, aber letzten Endes muss man das selber mit sich ausmachen. Ich kann natürlich nicht sagen, ob ich nie wieder was nehmen werde. Dafür haben sich die Morphine zu doll in meinen Schädel eingebrannt. Aber was ich ohne Umschweife feststellen kann, ist die Tatsache, dass ich ohne Drogen eine 100fach verbesserte Lebensqualität genieße. Endlich kann man seine geistigen Potentiale wieder voll entfalten und vor allem wieder wirkliches Glück empfinden (vor allem der Sex macht wieder Spass). Ich hoffe für mich, dass ich weiter durchhalte und mit der Zeit immer mehr von den Erlebnissen und der Droge in die Tiefen meines Unterbewusstseins verbannen kann. Allen anderen Leuten, die dasselbe Problem haben kann ich nur genügend psychische und physische Stärke wünschen mit dem Scheiß aufzuhören und erfüllendere Dinge anzugehen. Eine Königin habe ich an meiner Seite, die andere ist in meinem Kopf Gruß und schönen Tach noch

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