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Ecstasy

Bevor ich meine Erfahrungen mit Ecstasy schildere, möchte ich betonen, dass ich niemandem den konsum dieser Substanz empfehle. Die positiven Erfahrungen, von denen ich schreiben werde, wurden von den schlechten überdeckt. Alle Namen, die ich nenne, wurden geändert. Meine erste Erfahrung fand vor etwas länger als einem Jahr statt, vielleicht im Mai 2008. Jedenfalls war es ein warmer Tag. Und ich wollte mich unbedingt mit meiner Freundin Mareike, die ich aus der Schule kannte, und ihrem Freund Daniel treffen. Sie wohnen eine Weile von mir entfernt, es war Sonntag und so bat ich Jürgen, einen Freund, mit dem ich mich eigentlich nicht mehr treffen wollte, weil er in mich verliebt war und ich diese gefühle nicht erwiderte, mit mir dorthin zu fahren. Als wir ankamen, berüßte mich Mareike mit dem Satz: "Sooo, wir haben Teile genommen, also wundert euch nicht, wenn wir was komisch sind!" Mit diesem Satz machte sie mich noch geiler auf das Zeug, als ich es sowieso schon war. Wir kifften ziemlich viel und zogen Pepp. Alles in allem war es ein lustiger Tag. Irgendwann schaffte es Daniel, noch fünf Teile klar zu machen. Zwei für ihn, zwei für Mareike und eins für mich, weil ich es ja zum ersten Mal machte. Jürgen nahm keins, weil er ja noch Auto fahren musste. Außerdem vertrug er schon das Kiffen nicht. Erst merkte ich gar nichts. Lag vielleicht an dem Marihuana oder an dem Pepp oder an beidem. Ich wartete die ganze Zeit auf die Wirkung, was ja das Falscheste ist, was man machen kann. Dann bildete ich mir ein, mir wäre schlecht, also hockte ich mich vor die Toilette, aber ich musste nicht kotzen. Irgendwann fuhren wir nach hause, und erst im Auto fing es wirklich an. Alles sah riesig aus. Lag vielleicht daran, dass ich meine Augen so weit aufgerissen habe ;)! Ich muss ausgesehen haben, wie ein Monster. Alle Lichter sahen wahnsinnig toll aus und Jürgen meinte später, ich hätte gestöhnt, als bekäme ich einen Orgasmus und hätte immer wieder gesagt: "Boah, ist das krass!" Dann bekam er einen Anruf, dass irgendein Mädchen sich mit ihm treffen wollte. Also fuhr er mit mir irgendwohin, wo dieses Mädchen, außerdem noch ein Freund von ihm mit dessen Freundin war. Erst blieb ich im Auto, weil Jürgen meinte, man würde mir ansehen, dass ich auf Droge wäre. Dann bildete ich mir plötzlich ein, er würde mich alleine im Auto lassen, also stieg ich aus. Wieder sah alles total riesig aus und ich war überwältigt, jedoch auch ängstlich. Kurze Zeit später fuhren wir weiter, Jürgens Freund fragte mich, ob ich was genommen hätte und ich bejahte. Das Mädchen, dass ich für Jürgen interessierte saß als Letzte mit im Auto und ich merkte die ganze Zeit, wie sehr sie Jürgen auf die Nerven ging. Als ich zu hause war, wollte ich zuerst Klavier spielen, weil ich gehofft hatte, dass es auf Droge ein unvergessliches Erlebnis werden würde. Doch alle Töne klangen irgendwie hart und falsch und so, als wären sie in einer anderen Dimension. Außerdem machte mir die Wohnzimmerdecke Angst, die plötzlich so weit weg war. Also entschied ich mich, spazieren zu gehen und dabei Metallica zu hören. Aber Metallica war mir plötzlich viel zu laut und zu aggressiv und ich schaffte es nicht, mich weiter als 20 Meter vom Haus zu entfernen, weil mir die Welt draußen vorkam, wie ein einziges, riesiges Monster. Also legte ich mich ins Bett. Ich war die nächsten Tage wie gerädert und ging nicht zur Arbeit. Am Mittwoch raffte ich mich dann wieder auf, aber ich dachte die ganze Zeit, mein Leben würde nie mehr so werden wie vorher. Als ich den Kindergartenkindern auf meiner Arbeit begnete, war alles wieder weg und es ging mir wieder gut. Im Nachhinein glaube ich, dass es ein Fehler war, bei der Wirkung und an den Tagen danach größtenteils alleine zu sein. Meine zweite Erfahrung fand ein paar Monate später, also vor ungefähr einem Jahr statt. Wieder war ich bei Mareike und Daniel und dieses mal hatten wir zwei Pillen für jeden und eine für Patty, ein Freund von Daniel, der auch mitmachen wollte. Erst wartete ich wieder vergeblich auf die Wirkung. Daniel sagte mir, ich sollte mich ablenken, also tat ich es und plötzlich gab es einen Knall und ich war drauf. Wieder war es ein richtig krasses Gefühl, aber eher im positiven Sinne. Meine Pupillen waren riesig und als ich mich im Spiegel ansah, fand ich mich total geil. Ich konnte nicht still sitzen und lief die ganze Zeit herum. Mareike und ich machten uns im Badezimmer gegenseitig hübsch und alberten herum. Als ich mich duschte, merkte ich, dass ich meinem Atmen viel lauter hörte, als sonst. Wir hörten Musik (Techno) und ich hatte das Gefühl, in der Musik zu sein. Besonders kann ich daran erinnern, wie ich auf dem Bett lag und die Vögel zwitschern hörte. Der riesige Baum vor dem Fenster sah einfach wundervoll aus, aber das Licht, das durch die saftgrünen Blätter fiel, war viel zu grell. Ich fühlte mich irgendwie so ruhig, friedlich und eins mit der Welt. Mareike pitschte mich dauernd, aber ich merkte nichts davon, ich hatte nur alle unheimlich lieb. Später sagte mir Daniel, in den Pillen wäre auch LSD drin gewesen. Als wir raus gingen, um mir eine Zahnbürste zu kaufen, wackelte der Horizont die ganze Zeit und alle Menschen dich ansah (außer Mareike und Daniel) hatten hässliche Fratzen. Dann dachte ich die ganze Zeit, ich müsste kotzen, aber das fand ich nicht schlimm. Nach der zweiten Pille muss ich wohl nur noch vor dem Fenster gesessen und gar nichts mehr gesagt haben. Da ich eigentlich ein Mensch bin, der sehr viel redet, waren Daniel und Mareike sehr besorgt und rieten mir, mehr zu reden. Doch dann fingen die Kieferkicks an. Das nervte mich und so presste ich meinen Kiefer ganz fest aufeinander und sprach durch die Zähne. Am nächsten Tag, tat mir der Kiefer verdammt weh. Als wir auch noch anfingen zu kiffen, kriegte ich gar nichts mehr mit. Ich weiß nicht mehr, worüber ich in dieser Zeit nachgedacht habe, ich weiß nur noch, dass ich schlapp gefühlt habe (nicht körperlich sondern psychisch), so, als könnte ich nichts mehr sagen, Aber wirklich schlecht habe ich mich nicht gefühlt. Dann kam die Idee, noch drei weitere Pillen zu nehmen, also jeder noch eine weitere. Daniel hatte inzwischen gekotzt und Patty merkte gar nichts von der Wirkung. Wir tranken die ganze Zeit wie Blöde, aber ich kann mich nicht daran erinnern, auf"s Klo gegangen zu sein. Ich fühlte mir über"s Gesicht und es fühlte sich an, wie eine einzige Kraterlandschaft. Das war aber nur, weil meine Finger so stark durchblutet waren, sie waren auch tierisch heiß. ich versuchte das Nehmen der dritten Pille immer weiter hinaus zu zögern, aber dann nahm ich sie doch. Und dann kotzte Mareike. Wir waren inzwischen draußen und alle Bäume, die ich sah, hatten Streifen. Mir ging es total schlecht und dann musste ich endlich kotzen. Wieder im Haus hing ich ziemlich lang über dem Klo. Gott sei Dank hatte ich nichts gegessen und kotze nur Wasser und Schaum. Dabei telefonierte ich mit meinem damaligen besten Freund Wolfgang (jetzt bin ich mit ihm zusammen). Irgendwann legte ich einfach auf und er machte sich tierische Sorgen und konnte wohl die ganze nacht nicht schlafen. Ich konnte auch lange nicht schlafen und kotzte immer weiter. Wenn ich die Augen aufmachte, sah ich alles in einem Rautenmuster. Dann sagte Mareike zu mir, ich sollte auf Klo gehen, damit das Zeug aus meinem Körper kommt. Da merkte ich erst, wie dringend ich auf"s Klo musste. Wenn sie nichts gesagt hätte, hätte ich bestimmt ins Bett gepinkelt. Dann sagte sie, ich solle versuchen, nicht mehr an alles zu denken. Das half, ich schlief ein und am nächsten Morgen fühle ich mich erst topfit. Ich ging duschen, doch dann fing der Horror erst richtig an. Wir fingen gleich wieder an zu kiffen, ich bekam Hunger, aber als wir und haufenweise Essen bei MC Donalds bestellten (wir bestellten ein Taxi und gaben dem Taxi - Fahrer eine Bestellung, er fuhr dann zu Mc Donald"s und brachte uns das Essen ;)), schaffte ich nur einen Cheeseburger. Dann gingen wir shoppen, aber ich lief die ganze zeit total verpeilt und verplant durch die Gegend und bekam nichts mit. Ich schwitzte und fühlte mich ekelhaft. Am Tag danach fuhr ich den ganzen Tag mit dem Bus und der Bahn durch die Gegend und hörte in einer Endlosschleife "Drei Tage Wach". Das Schlimste passierte jedoch am Freitag, dass war drei Tage nach dem Konsum der drei Teile. Ich wollte mich mit Daniel treffen. Mein Vater fuhr mich sogar dorthin. Wir trafen uns immer auf dem Friedhof und dann schrieb Daniel mir, ich solle kurz warten. Er musste noch warten, bis Mareike von ihren Eltern abgeholt wurde. Während ich wartete, dachte ich plötzlich, ich würde gar nicht existieren, nichts von dem wäre real oder ich würde alles nur träumen. Ich hatte unheimliche Angst. ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wir schrecklich dieses Gefühl ist. Als Daniel dann endlich kam, rauchten wir uns erst mal einen. Mir wurde wieder schlecht und ich kotze die ganze Straße voll. Seitdem habe ich nie wieder Ecstasy genommen und dabei wird es auch bleiben. Ich glaube, ich war ziemlich nahe daran, in eine Depression zu verfallen und Wahnvorstellungen zu bekommen.

Substanzen

  • Ecstasy / MDMA

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