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Früher sagte ich immer: niemals nehme ich Drogen!!!

Ich erzähle euch jetzt mal meine kleine Geschichte, hoffe es interesiert euch und kann noch nicht Konsumenten hoffentlich abschrecken.

Seit ich mich erinnern kann, stehe ich unter einen extremen Leistungs-Druck, Erwartungsdruck und selbst Perfektsionismus. Mein Vater ist ein erfolgreicher und sehr angesehener Manager und er erwartet von mir stehts überdurchschnittliche Leistungen seit der ersten Klasse. Bei mir wurde in der zweiten Klasse ADHS sowie LRS diagnostiziert. Aufgrund des ADHS wurde ich schon in meiner Kindheit unteranderem mit Ritalin zugepumt. Dadurch wurde ich immer ruhiger und ich konnte mich besser konzentrieren. Ich fühlte mich darmals aber nicht wohl mit dem Medikament, weil ich dachte ich wäre anders als die anderen im meinem Alter, deswegen konnte ich es auf eigenen Wunsch absetzten.

Abgesetzt habe ich das Medikament zu Beginn der fünften Klasse, dies hat sich dann leider auch in meinen Noten bemerkbar gemacht. Ich wurde so schlecht in der Schule das ich nach der fünften Klasse auf eine Privatschule gekommen bin. Gleichzeitig bin ich in dem Ansehen bei meinem Vater stark gesunken, was er mich mit Ignorieren sowie teils Körperlicher Gewalt hat spüren lassen. Ich wurde auch immer mehr zum Ausseinseiter was mich dazu gebracht hat meine Körper-Hygiene zu vernachlässigen und aus Frust zu essen.

Geraucht habe ich seit der siebten klasse bis zur Ende der neuten. Meine Mutter bekam Krebs als ich in der achten Klasse war und alle gaben mir die Schuld daran. Ich habe dann irgendwann angefangen die Schmerzmittel (unteranderem Tramadol) zu nehmen. Ich fühlte mich bei der Einnahme gut schon nahezu Euphorisch. Ich wurde darmals Süchtig nach diesem Gefühl, was bei mir zeitweise zu einer Medikamenten Sucht geführt hat. Nach der neunten Klasse auf der Privatschule musste ich diese Verlassen und kam auf eine Hauptschule wo ich die neunte Klasse wiederholt habe. Als ich auf die Hauptschule kam war ich für meinen Vater nichts mehr als wertloser Dreck.

In der neunten Klasse lernte ich meine Darmalige Freundin Justyna kennen, welche mir geholfen hat die Medikamenten Sucht sowie den Mangel an Körperlicher Hygiene erfolgreich zu bekämpfen. Ich konnte mich nach und nach wieder intiegrieren und fand plötzlich wieder viele Freunde. Meine Noten wurden darauf hin Rasand besser. Ich schrieb nur noch einseen und zweien. Mein Vater fand plötzlich wieder Interesse an mir. Er besorgte mir kurz darauf einen Job auf 400€ Basis bei sich in der Firma und erwartete plötzlich nur noch einsen von mir. Sobald ich mal mit einer zwei nach Hause kam, wurde es nicht gewürdigt, er sagte nur immer: Wie kannst du nur stolz auf eine zwei sein, das ist Durchschnitt mehr nicht.

Der Job bei ihn in der Firma war darmals einfach nur eine Qual, alle haben mich immer beobachtet und mich an den Leistungen meines Vaters versucht zu messen. Dank meiner Ehemaligen Freundin habe ich auf die Meinung der anderen Irgendwann keinen Wert mehr gegeben und ich ging plötzlich meinen Eigenen Weg. Ich war beim Abschluss in der zehnten Klasse der zweit beste Schüler des gesammten Jahrganges. Ich bekamm mein FORQ und entschied mich ein Fach-Abitur zu beginnen.

Als ich dann in die elfte Klasse kam, betrog mich meine dahmalige Freundin und ich stürtze in ein Emotionales Loch, ich habe es verdränkt. Ich suchte mir direkt eine neue um sie zu vergessen. Mitlerweile brachte ich auch in dem Unternehmen unglaubliche Leistungen. Auf mich wurden viele angesehene Manager aufmerksam. Mein Vater nannte mich darmals zum ersten mal in gegenwart anderer Leute "seinen Sohn". Mir wurde auch eine Teilzeit stelle neben der Schule angeboten, welche ich annahme. Dieses Gefühl darmals Anerkennung von meinem Vater zu bekommen war unberschreiblich.Ich war irgendwie Glücklich.

Ich versuchte mehr Anerkennung zu bekommen. Mir wurde meine eigene Abteilung übertragen mit kompletter Verantwortung d.h. ich musste selbstständig Wären bestellen mich mit Problem wie z.B. Lieferanten ausseinander setzen etc. Ich erlangte sogar privilegien, ich konnte als einziger Mitarbeiter arbeiten kommen wann ich will. Ich versuchte dann dort natürlich alles Perfekt zu machen. Meine ganze Freizeit habe ich dort zum großenteil Kostenlos verbracht. Ich wollte für mich immer alles Perfekt dort erledigen.

Als ich in die zwölfte Klasse kam, nahm der schulische Druck nochmal sehr zu, zugleich erwartete man aber plötzlich nochmehr Leistung im Unternehmen. Ich wollte und will in der Firma alles Perfekt machen und auch in der Schule. Meine dahmalige Freundin hat mich auch betrogen. Meine neuen Freunde haben meinen Druck gespürt und mir versucht zu helfen. Ich wollte niemals "richtige" Drogen nehmen, das wussten alle meine Freunde. Irgendwann war ich mit einem Kollegen nach Koblenz gefahren, weil mir einfach mal Abschalten wollten. Zu diesem Zeitpunkt besaß ich schon ein Auto und einen Führerschein.

Wir fuhren also nach Koblenz in eine Ferienwohnung die wir uns gemietet hatten. Wir tranken sehr sehr viel Alkohol. Irgendwann im totalen Rausch, packte mein Kollege plötzlich Gras aus und ohne Nachzudenken rauchte ich einfach mal mit. Seit dem Tag fing bei mir der Konsum von leichten Sachen an. Der Schulische Druck un der Druck in der Arbeit waren irgendwann kaum noch zum aushalten und wir kifften plötzlich jeden Tag vor und auch während der Schule (obwohl ich niemals Drogen nehmen wollte).

Ich lernte aufeinmal viele Ticker, Dealer und sogar einige Waffenschieber kennen und hatte bzw. habe möglichkeiten an sälmtliche Drogen zu kommen (auch an Heroin etc). Zunächst interessierte mich etwas anderes als Gras nicht. Das mehrmalige tägliche (Morgens vor der Schule, in der Schule, vor der Arbeit und Zuhause) Kiffen machte mich ein bisschen Faul. Diese Faulheit machte sich direkt wieder negativ auf meine Schulischen Noten aus. Ich reduzierte irgendwann das Kiffen und versuchte die Nächte durchzulernen um den aus Faulheit versäumten Stoff nachzuholen. Leider war dies nur begrenzt möglich aufgrund körperlicher Erschöpfung durch die Arbeit usw.

Eines Tages meinte einer meiner Kollegen einmal aus Spaß, das ich speed nehmen müsste um Nächte durchzumachen. (Er hat mir sogar dann noch gesagt das ich das lieber lassen soll) Ich dachte mir.... ein einziges mal schadet sicherlich nicht. Jetzt kamen die zahlreichen Ticker und Dealer die ich kennen gelernt habe gerade Recht. Ich kaufte mir einen 10er Speed und konsumierte es. In der ersten Nacht waren es sehr geringe Mengen, so das ich das Gefühl hatte das es einfach nichts bringt. Am kommenden Tag sagte ich das näturlich einen meiner Dealer, dieser konsumierte dann mit mir zusammen. (Ich hatte kein Plan von Amphe, ich hatte mich einfach in der einen Nacht nur recht Dicke Klumpen gezogen die mir auch noch aus der Nase gefallen sind. Das erklärt das nicht eintreten der Wirkung.)

Als ich mit ihm was genommen hatte wurde ich direkt stark Euphorisch und ich konnte lernen wie eine Maschine. (Es war wie in der Grundschule auf Ritalin nur viel stärker) Ich kaufte mir immer mehr und mehr. Ich war 3 teilweise auch 4 Tage am stück wach und ich fand es geil, denn plötzlich hatte ich unmengen an Zeit übrig. Ich konnte viel Stoff nachholen. Irgendwann wollte ich eine Pause einlegen und merkte das ich ein Problem hatte bzw. habe, ich konnte nicht aufhören!!! Ich zog sofort die Notbremse. Ich ging zu meinem Hausarzt der mir half.

Ich machte einen Entzug und kam zum Psychologen. Im Entzug hatte ich einen Rückfall und als ich dann mal 2 wochen "Clean" war, dachte ich mir ich hätte mir die Abhängigkeit nur eingebiltet. Ich ging nicht mehr zu der ambulanten Drogenklinik, die mir bei dem Entzug halfen und ich ging auch nicht mehr zum Psychologen. Mein Arzt schrieb mich auch mehrere Wochen krank so das ich mich darmals auf den Entzug konzentrieren konnte, das hatte zufolge das ich nochmehr Stoff verpasst habe.

Irgendwann merkte ich wieder, das ich es auf normalen Weg nicht schaffen würde, ohne Drogen nicht möglich. Ich nahm wieder speed, weil ich mir ja sagte die Sucht war nur eingebildet. Ich verlor leider dann zeitweise die komplette Kontrolle über sämtlichen Konsum. Ich rauchte nun auch Maya und als ob das noch nicht genug gewesen wäre habe ich mir auch Extasy geworfen. Jetzt Betrieb ich Mischkonsum mit Maya, Gras, Speed und Extasy. Ich dachte mein Körper ist unzerstörbar. Irgendwann rauchte ich Gras welches mit irgendwelchen starken halluzinogenen gestreckt war. Ich hatte einen nahezu ewig andauernden Absturz. Ich hatte wirklich sehr schlimme Halluzinationen.

Ich dachte mir nun, so kann es nun auch nicht weiter gehen. Auf lang oder kurz würde mich das so sicherlich ins Grab bringen. Ich hatte plötzlich kein Bock mehr auf Maya und Extasy. Ich nahm die beiden Sachen auch einfach so nicht mehr, ohne jegliche Probleme. Gras nahm ich nur noch gelegentlich. Und Speed wollte ich einfach nicht sein lassen. Ich habe sehr viele Nächte durch-gelernt und schaffte es den ganzen verlorenen Stoff aufzuhohlen. Ich setzte mir auch neue Ziele. Ich wollte wieder mehr für meinen Körper tun. Ich gehe jetzt seit mehreren Monaten sehr Intensiv Tranieren. Ich bin eine Kante geworden in kurzer Zeit.

Schulisch schaffe ich es mitlerweile gut mitzukommen und auch in der Arbeit. Das Verhältnis zu meinem Vater ist auch erheblich besser geworden. Einen Haken gibt es aber, mit Gras (gelegenheitskonsum 1-2 mal die Woche) und Speed (Immer 3-5 Tage am Stück wach, dann 2-3 Tage Pause) habe ich nicht aufgehört und ich bin mitlerweile auch starker Raucher 1-2 Schachteln am Tag. Ich fahre sehr sehr oft Auto unter dem einfluss von Speed. Ironischer-Weise fahre ich auf Speed viel ruhiger und vorraus-schaunender als ohne.)

Immer wenn ich speed ziehe, trinke ich auch mindestens 1 Liter Enegy Drink direkt hinterher. Ich finde es angenehm einen hohen Puls zu haben. Für diese "chemische" Euphorie und Kraft zahle ich aber jetzt auch meinen Preis. Ich habe meine Nasenschleimhäute stark zerstört, ich blute teilweise sehr stark nach dem ziehen aus der Nase. Sobald mein "Trip" nachlässt bekomme ich mitlerweile auch leichte schmerzen in der Brust-Gegend. Alles hat leider seinen Preis, vielleicht sehe ich irgendwann ein, das dieser Konsum zu viel ist, wenn es denn dann noch nicht zu spät ist. Übrings ich bin seit letzter Woche Mittoch fast durchgehend wach, Sonntag hatte ich eine kleine 10 Stündige Schlaf Pause. Ich habe seit Mittwoch so ca 15-17 Gramm konsumiert.

Der logische Verstand macht eigentlich klar, das eine so große menge nicht gut für das Herz, Hirn, Leber, Niere, Darm, Bauch, Nasenschleimhäute etc ist. (Ich bin mir jeglicher Folgen Bewusst und nehme sie aufgrund von mangelndem Durchhalte vermögen in Kauf.)

Ich kann nur jedem entpfehlen niemals mit soetwas anzufangen, denn man kommt nur sehr schwer darvon weg. Der Körper stellt auch die Hauseigene Dopamin produktion ein, welches ein Absetzen der Droge nur noch schwerer macht und es kann auch zu Depressionen führen.

Ich danke euch sehr für das Lesen meines kleinen Berichtes. Sollten Fragen bestehen, stellt diese Ruhig. Lasst wirklich lieber die Finger darvon, es kann auch viel zerstören.

MFG

Substanzen

  • Abhängigkeit / Sucht
  • Cannabis
  • Speed [Amphetamin]

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Kommentare

Kommentar von Lena |

...es kann auch viel zerstören....

Hallo, 19 jähriger....

ein sehr trauriger und doch wieder positiver Bericht in gewisser Hinsicht. Bewundernswert in deine Einstellung heute zu den Drogen..(nachdem was du alles durchgemacht hast!)das sie nicht wirklich gut für Körper und Seele sind. Du arbeitest daran, wegzukommen von dem Gift das ist sehr gut!!Du bist auf dem richtigen Weg behalte ihn bitte bei.

Mein Sohn ist Drogenabhängig.Ich liebe meinen Sohn mit all seinen"Fehlern" wir Eltern haben auch genug davon.Er ist ein ganz liebenswerter Mensch. Ich/wir Eltern helfen/unterstützen ihn,wo wir nur können.

Auch DU bist ein wertvoller Mensch, dass darfst du NIE vergessen.Lass dir nichts anderes einreden von deinem Vater!!! so einen Vater wie du hast, braucht man auch nicht . Einen Menschen nur auf " besondere Leistungen" zu reduzieren...ist sehr armselig. Man liebt sein Kind so wie es ist!!!!!

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