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Junkie sein kann vieles heissen

Gutgemeinte Ratschläge aus meiner Erfahrung: lass dich nie von Vorurteilen bremsen - Psychiatrie etc. und wenn sozial notwendig, rette deinen Hintern, und sag du bist im Urlaub. Niemals Benzos für Menschen, für die sie gedacht wären weil: Wenn ich schlafen wollte und ´ich meine nur schlafen!, musste ich die Dosis mindestens monateweise erhöhen. Alle so genannten low dependence user, sind daher für mich wahrscheinlich Abhängige, die placebos schlucken!!! Die Wirkung ist also nur beim Absetzen da!!! Davon bin ich absolut überzeugt!!! Mein guter Rat: Wenn ihr schlecht schlaft beseitigt die Ursache, Ängste habt ebenso. Alternativ umsteigen auf mildes Neuroleptika oder Antidepressivum oder beides ist immer noch das viel kleinere Übel, kommt auch bei seriösen Medizinern als Schlafmittel immer mehr!!! Für die, die noch Jung sind und Drogen versuchen möchten: Eh schon wissen: In Kombination mit genügend hoher Dosis und Alkohol Atemstillstand (ist oft auch der Tod, wenn einem keiner gleich hilft), ohne dass man was merkt. Glaub ich nach meinen Erfahrungen sofort! Und für sich alleine mit genügend hoher Dosierung auch der selbe Effekt, wenn man eine nachlegt bevor man von der anderen eh schon einschlafen würde, also zügig, oder gleich eine hohe Dosierung. Also: Kleine Dosierungen, mit Freunden, die nicht unbedingt das gleiche machen und Alkohol mit einrechnen. und lieber nachlegen aber das nach etwa ich würd sagen einer Stunde, aber Achtung zu viel und vor allem in Kombination mit Alkohol kann man ganz schön speedig! werden und gar nichts mehr von der beruhigenden Wirkung merken, wenn man dann plötzlich doch einschläft und noch was genommen hat oder getrunken hat kann das, das letzte mal sein, weil auch die Atmung aussetzt, ohne dass man sich dagegen wehren kann. Absolut gar kein schönes Feeling, da hat man trotz Benzo plötzlich Angst. Glaubt es mir. Die meisten werden eh nicht regelmässig so was versuchen, weil wer das einen super flash nennt hat meines Erachtens noch nie Sex gehabt und wenn nur schlechten. Glücksgefühle sind minimal. Alle anderen bitte an die Abhängigkeit denken. Beginnt dann wenn ihr über den Daumen mehr als 3mal im Monat würd ich sagen, vor allem wenns zügig öfter wird oder sobald mehr an Dosierung notwendig! Meine Geschichte: Als erstes würde ich gern wissen, ob es Selbsthilfegruppen speziell für Leute wie mich gibt bzw. chats wo man/frau seine Erfahrungen austauschen kann? brauche nämlich noch etwas supervision, würd mir gut tun. Ich selbst habe bis vor einem halben Jahr Benzos zum Schlafen genommen. und ich betone nur zum Schlafen, nicht wegen einem geilen Gefühl oder sonstwas. Hatte einen miesen Freund, der mich einfach in jeder Hinsicht überforderte. Das übliche also. Albträume ..bin schreiend aufgewacht. dann nur mehr schlafen für maximal 6 Stunden, der Rest dahindämmern. Bekam meine Arbeit, meine Freunde, Familie nicht mehr auf die Reihe...Schließlich hab ich mir Benzos in kleinen Dosierungen zum Schlafen besorgt. Plötzlich war ich wieder halbwegs ein Mensch. Konnte wieder Schlafen, der hang over kam mir recht, war einfach relaxter. schon nach ein paar kurzen Monaten, begann das Spiel von neuen. Ich musste die Dosierung steigern um überhaupt einen Effekt sprich schlafen zu können zu erzielen. Innerhalb von maximal 3 Jahren-und das ist jetzt kein Scherz- wurde aus mir, die Alkohol nur von 2mal im Monat weg gehen und trinken kannte, meinen letzten und 3ten joint vor 10 Jahren geraucht hatte und ansonsten keinerlei Sucht oder Suchtmittel Erfahrung hatte, ein absoluter Überflieger. Mir wird jetzt noch schlecht wenn ich denke, wie spät bei mir, wobei ich mich keinesfalls für ansonsten dumm halte, der Groschen viel. Ohne Scherz, ich verputzte, und bitte das ist normalerweise lebensgefährlich, in einer dieser Streit und Krisensituationen, bei nicht mal 56kg einen Liter Schnaps, 5mal 0,5 Bier, 4mal 50mg Praxiten und nahm anschliessend um schlafen zu können, Temesta, Lexotanil und Dominal (kein Benzo). Dass ich da das Gefühl hatte beim Wegschlafen keine Luft bekommen zu haben ignorierte ich am nächsten Tag geflissentlich. Soviel zur Dosissteigerung und Gewöhnungseffekt. Spanisch wurde es mir als einige Dinge zusammen fielen, ich hatte wie so oft die Beziehung beendet, für mich gabs also wieder mal kein Grund Benzos zu nehmen, hatte dann die üblichen grippalen Symptome, konnte nicht schlafen und hielt ganz ohne Benzo nur 2 Tage aus, auch radikal reduzierter Konsum ging nicht. Mir kam kurz der Gedanke, dass das "Grippe Ding" vielleicht doch kein verschobener Liebeskummer war, mehr nicht. Ausserdem wurde es bei jedem "Schluss machen" mit dem Freund schlimmer, fiel mir im Nachhinein auf! Komisch! Kam mir spanisch vor. Abhängigkeit schob ich beiseite, weil ja Dosis und Substanzänderungen mich auch oft nicht schlafen liessen, ich das aber als "Stoffunabhängigkeit" deutete. Es fehlte der Bezug zu mir und zur Realität. Ein richtiger junkie, im Nachhinein. Keinen Deut besser. Dann fingen plötzlich wie befohlen ein paar Fassaden an zu bröckeln. Menschen, die mir nahe standen machten komische Bemerkungen, wie "du warst dann und dann so als würdest du unter Drogen stehen". Bitte???, ich nahm die Dinger doch ausschliesslich zum Schlafen!, die müssen sich geirrt haben!, vielleicht war ich da nur ein bisschen verwirrt, kein Wunder bei dem ganzen Stress mit meinem Freund damals. Ausserdem sind Benzos keine Drogen, also selbst wenn meinen sie bestimmt einen anderen Effekt, als diese Dinger da bei mir haben könnten, wenn sie hätten..etc.blabla" Und dann kams: mein Arzt verschrieb mir ja natürlich nur die normale Dosis von einem mildem Benzo, der Freund, dessen Arzt alles verschreibt, war weg und ich sass da mit der schlimmsten "Grippe" meines Lebens, nachdem ich die Schachtel ziemlich schnell leer hatte. Kurzum eine schwere Grippe wäre noch schön gewesen. Diese niedlichen Symptome hatte ich maximal 2 Tage. Danach kam die Hölle!!! Trotz Praxiten! Verschrieb mir mein Arzt da er bei mir eine von mir nicht bestätigte Abhängigkeit (ich dachte mir der übertreibt also wirklich masslos, hat null verständnis, dass ich unter der gegebenen Situation meiner privaten Probleme, natürlich nicht mit so einem pippifazz Schlafmittel schlafen kann...und wieder blabla) diagnostizierte, nachdem ich mir die Tabletten von der Aushilfe besorgen und ihn umgehen wollte (wie ein junkie, ich sags ja, ist mir heute ultra peinlich, damals wars nur etwas was mir im Weg stand): Wie die Hölle für mich aussieht, die bestimmt einige gar nicht überleben würden: Es zog mir die Kopfhaut vom Kopf, an jeder Haarwurzel einzeln, ich musste mich öfters am Tag übergeben, der Urin war braun, die Nieren schmerzten, der Kot nahezu weiss, hatte höllisch schmerzende "Muskelknoten" in der Wirbelsäule, die es mir unmöglich machten still zu liegen, da ich mich vor Schmerzen krümmte, mir war eiskalt und ich schwitzte vor allem an Händen und Füssen wie ein Schwein, zitterte, konnte nicht mehr gehen, weil ich absolut keine Kraft hatte, essen null absolut null und trinken mit anschliessenden Brechattacken. Aber der absolute Horror war die Tatsache dass ich nicht mehr denken konnte, nichts. Wenn jemand meinen Namen rief trat ich mich um und es kam mir vor wie bei Matrix, und fragte waaaaaas? Ich hatte tierisch Angst jemand könnte etwas auffallen, hatte das sichere Gefühl, dass sich die Nachbarn über mich unterhielten, sagte ich sei krank und dachte tatsächlich, wenn das ab und zu überhaupt möglich war, vielleicht noch immer ich hätte irgend was körperliches. Als dann aber gar nichts mehr ging, weil es eher schlechter statt besser wurde und ich sogar einige male einfach so hin fiel und das Bewusstsein verlor (ich schobs auf die Übermüdung).- übrigens Schlafen, das Thema war wohl defenitiv klar abgehackt, aber das war mir noch am gleichgültigsten, schlimmer waren Herzrasen und Panikattaken, schwerste Depressionen mit Selbstschädigungswünschen bis zur Selbstmordplanung- wie aus dem Lehrbuch.-... machte ich die Entdeckung in einem absoluten genialen Moment, nachdem ich aus Verzweiflung doch mehrere Praxiten genommen hatte und wieder klar denken konnte, das Stichwort Benzodiazepinabhängigkeit zu googlen. Unter anderem landete ich auf dieser Seite. Und ich wusste was mit mir los war. Allerdings bin ich ja ansonsten nicht so blöd, nicht faul und schon gar nicht zimperlich und ausserdem wollte ich sowieso mein Leben möglichst sofort beenden und hatte also nichts zu verlieren. Hab mich statt dessen umgehend auf die Psychiatrie begeben ("was solls auch nicht schlimmer als sterben auf der Unterbringung mit vollkommen wahnsinnigen zu sein") und mich dort einmal auf ein akzeptables Benzo Niveau einstellen lassen, und Seroquel hoch dosiert bekommen. Sodass ich Benzo ambulant reduzieren konnte und seit ein paar Monaten frei bin. Allerdings haben diese Horrorsymptome in milderer und nicht exakt in gleicher Ausführung bis vor kurzem noch ihre Ausläufer. Eine langsamere Reduktion kam für mich nicht in Frage, da ich einen richtigen Hass auf dieses Pseudomedikament bekam, und so ging ich einfach kontinuierlich an die im wahrsten Sinne des Wortes Schmerz-Grenze. Und Freunde das ist nicht wie bei einem Heroinsüchtigen wenigstens körperlich nach man sagt zirka 3 Wochen vorbei, nein nein das hört nicht auf. Jahre ist übertrieben, eindeutig! Aber mit 3 Monat Hölle und nochmal 2 Monat Fegefeuer. Wellenartig nicht linear, was das ganze noch weitaus amüsanter und spannender macht. Ausser man hat die Möglichkeit irgendwo für 4 Monat stationär aufgenommen zu werden. Dann schafft man es vielleicht von hoher Dosierung, so wie ich sie hatte auf Null, mit Neuroleptika und nicht arbeiten, nicht gehen, nicht denken müssen. Ansonsten no chance. Sonst geht nur: Immer wieder bis zur Schmerzgrenze reduzieren und dann immer kleinere Schritte bis man nur noch zirka 7.5mg Praxiten mit hochdosiert Seroquel braucht und 7.5 für das ärgste Tagsüber /man kann nicht zittern und arbeiten ausser man steht auf Fragen und viel kaputtes/ und dann noch mal 2Monat ohne jedes Benzo durchhalten. Dann ja dann ists körperlich vorbei. Und übrigens: fast hundert prozent aller nicht Sucht kranken haben keine Ahnung. Was defenitiv nicht hilft: Aussagen wie: du musst sofort auf null gehen sonst verlängerst du den entzug. Absoluter Schwachsinn, auch wenns ein Mediziner sagt. Damit verkürzt man nur die Dauer, in der die Pharma Industrie nicht Geld machen kann. Weil man dann 100 prozentig rückfällig wird. Psychotherapie in der Akutphase, wo man nur mit seinen Schmerzen etc. beschäftigt ist. Der grösste Schmarrn ist sicher noch die veralterte Lehrmeinung, das geht alles vom Gehirn aus also denk dich clean. "Hallo gehts noch gut???? Vielleicht ist das Gehirn ein Organ, das mit seinen Nerven und Drüsen also den wichtigsten Hormonen den ganzen Organismus regiert, aber in dem Moment sind leider 10 Billionen oder mehr Rezeptoren zu viel da sind, die alle gleichzeitig sagen, wir brauchen Stoff um normal!!!! und das ist der Punkt-normal!!! funktionieren zu können. und nicht besser! Soll man die sich wegdenken? Das gefällt mir fast besser als Telekinese! Wenn das mal jemand kann, kann er bei mir einziehen und ich spiel Sklave für ihn bis er stirbt." Fazit: ohne medikamentöse Hilfe hätte ich keine Chance gehabt. Fazit: Manche Fehler macht man/frau nur einmal, ausser sie ist ein junkie, der ein junkie bleiben will, ihr Guten! Und Gott beschütze die Polytoxikomanen, die können nur mehr in einer Traumwelt leben. Vor allem an euch Jungs, das ist nicht zu schaffen! Ich hab euch trotzdem lieb!

Substanzen

  • Benzodiazepine

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