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Man kann es schaffen!

Hallo.. ich lese seit ein paar Tagen die Berichte, und hab mich jetzt entschlossen, selbst einen Beitrag zu leisten, weil ich selbst es geschafft habe, vom Heroin los zu kommen. Vielleicht gibt es ein wenig Hoffnung, an diejenigen die los kommen wollen. Ich habe mit 16 Jahren angefangen mit XTC, Speed und Koka. Eigentlich war XTC meine Droge schlechthin. Ich fands so geil, und konnte am Wochenende gar nicht genug davon haben. Allerdings habe ich nur am Wochenende auf Partys Drogen genommen, um besser drauf zu sein, auf die Leute zu zu gehen, und einfach weg zu sein. Unter der Woche war ich in der Schule und später dann auch Ausbildung. Von Montag bis Mittwoch gings mir ziemlich schlecht. Irgendwann hab ich auch Deppressionen bekommen, und wußte nicht mehr weiter. Mit 18 habe ich meinen jetztigen Mann kennengelernt. Wir führten jahre eine Wochenendbeziehung. Er selbst nahm auch ab und zu XTC. Aber lang nicht so viel wie ich. Er war eigentlich mehr der Kiffer. Da wir uns nur am Wochenende gesehen haben, hat jeder seine eigenen Freunde und Freizeit gehabt. Mit 19 waren meine Freunde fast alle auf Heroin. Anfangs hatte ich Angst vor der Droge, aber sie machte mich auch neugierig. Irgendwann hab ich es auch probiert, und bestimmt ein Jahr lang ab und zu nur genommen. Bis mein erster richtiger Affe kam.. Eigentlich wollte ich das alles gar nicht. Ich fands schrecklich, immer öfter mit Schmerzen leben zu müssen, weil mein Geld einfach nicht ausreichte. Ich habe X freiwillige Entzüge hinter mir. Weil ich es einfach nicht fertig gebracht habe, zu klauen, zu dealen oder sonst irgendwie zu dem Zeug zu kommen. Bin immer arbeiten gegangen, so gut es ging. Irgendwann nahm ich schlaftabletten und antidepressiva. Mein Freund merkte von all dem nichts. Konnte anscheinend gut schauspielern. Insgesamt war ich 6 Jahre auf Heroin. Nach mehreren Epileptischen Anfällen, Kaltentzügen, Codeinentzügen ging ich zum Arzt. Ich war nun bereit 6 Monate jeden Tag zu Arzt zu gehen und mein Metha zu holen. Mein Freund habe ich eingeweiht und meine Familie auch. Sie waren Gott sei dank alle hinter mir gestanden. ich bekam 9 ml Methadon anfangs, und stieg irgendwann auf Subutex um. Ich muss auch sagen, dass ich in der Zeit umgezogen bin, zu meinem Freund. Ich habe alle früheren Kontakte abgebrochen. Das find ich total wichtig. Keine Kontakte mehr! Weg von zuhause, weg von der Clique. Seit 2004 bin ich clean. Das Subutex fand ich echt gut. Da lernt man ohne Kick und ohne das Drogengefühl zu leben. Es war kein einfacher weg, aber ich bin echt stolz und glücklich dass ich es geschafft habe. Ich nehme seit dem überhaupt keine Drogen mehr. Habe jetzt auch ein gesundes Kind und kann wieder Dinge tun, die immer unmöglich waren. Urlaub, ein schönes Buch lesen, Sport machen, Freunde treffen.. Wenn ich eure Berichte lese, kommen meine Erlebnisse und früheren Gedanken wieder hoch. Aber der Suchtdruck ist weg. Ich dachte jahrelang du kommst von dem scheiß nie wieder weg. Das hast du jetzt davon. Ich konnte mir ein Leben ohne Drogen nicht mehr vorstellen, und wußte nicht mehr wie ich gelebt habe ohne drogen. Was hast du in der Zeit gemacht?? Ich konnte mit mir nichts mehr anfangen. Die Schmerzen und Drogen bestimmten mein Leben. Das wollte ich alles nicht mehr! Ich hatte das Glück einen tollen Arzt zu finden, der mir vertraute. Ich hatte meine Arbeit und einen Freund der keine Drogen nahm. So habe ich es geschafft. Ich hatte lange Zeit im Programm gedacht irgendwann müssen doch mal wieder die normalen Glücksgefühle kommen. Irgendwann musst du doch mal wieder normal leben können, und das Leben geniesen. Ich weiß heute, dass das wichtigste war von zuhause weg zu gehen. Das war die beste Entscheidung. Ich weiß, dass man es schaffen kann, auch wenns lange dauert. Ach ja, eine Psychotherapie habe ich auch gemacht, allerdings nur 2 Jahre lang. Dann hab ich gemerkt, es bringt nichts mehr, jetzt bin ich an der Reihe. ich wünsche euch allen ganz viel Glück und Kraft den schweren Weg zu gehen.

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  • Heroin

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