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MDMA Erfahrungsbericht

Hallo, liebe Leser!

Erst einmal entschuldigung, wenn das hier nicht am Platz oder redundant ist, aber das Gefühl meine ersten Erfahrungen mit MDMA zu teilen, ist doch zu groß, um es für mich zu behalten.

Kurz zu meiner Person: Habe nie wirklich Kontakt mit Drogen gehabt, außer Alkohol und Gras (das nie eine Wirkung bei mir gezeigt hat:( ) , war aber immer äußerst aufgeschlossen und neugierig, was das Thema anging. Auf meiner Schule gab es keine Leute, bei denen man hätte was kaufen können und auch in den lokalen Clubs wollte ich bei den wenigen einschlägigen Gestalten lieber nichts erwerben. (Komme aus ner mittelgroßen Stadt im Norden, tote Hose mehr oder weniger)

Erstkonsum:

Hab von einem Berliner Kommilitonen/Kumpel spontan bei einem Diskobesuch was angeboten bekommen, er zeigte mir die Pille (Turtle) und fragte, ob ich sowas schon mal genommen habe. Ich sagte nein, und war natürlich gleich Feuer und Flamme ob dieser unerwarteten Gelegenheit, meinen Horizont zu erweitern. Doch genauso neugierig wie ich bin, so vorsichtig bin ich auch und etwa fünf Minuten lang hab ich ihn gelöchert wegen Überdosis, UNverträglichkeit und Hängenbleiben, etc, nur um auch guten Gewissens in meinen ersten Trip zu starten. Mein Kumpel war äußerst entgegenkommend in dieser Situation, hat ruhig alles erklärt, mir versichert er würde auf mich aufpassen und das bei einer Viertelpille erstmal nichts schief gehen könne. Also: Er biss sich eine Hälfte vom Turtle ab, ich biss mir ein Viertel von der Hälfte ab und wir tanzten noch ein bischen weiter. Unentwegt schaute ich auf die Uhr, um die anvisierte halbe bis dreiviertel Stunde bis zum Einsetzen der Wirkung abzuzählen (Vorfreude, Angst, alles durcheinander.)

Irgendwann standen wir wieder drinnen rum, 50 Minuten waren veergangen, und enttäuscht teilte ich ihm mit, dass noch nichts zu spüren wäre. In Anbetracht dessen, legte er mir nahe, dass ich das zweite Viertel nachwerfen könne, wenn ich wollte, was ich auch tat. Hin und wieder ein komisches Gefühl im Bauch, doch nichts eindeutiges. Ich glaubte schon meine Immunität gegenüber dem Gras würde mich auch jetzt beim MDMA heimsuchen...

Der Rausch:

Wir standen draußen, unter einem Hitzepilz, mit paar anderen Leuten und rauchten. Und plötzlich, aus heiterem Himmel, wälzte sich über meinen Nacken und meinen Hinterkopf bis nach vorne zur Stirn ein warm-kaltes Kribbeln hinweg. Nun bestand kein Zweifel mehr, das der Turtle Wirkung zeigte. Um ehrlich zu sein, als Unerfahrener Erstkonsument war mein erster Gedanke: "SCheiße, das ist zuviel für dich, das übersteigt deine Fähigkeiten, keine Drogen mehr, nie wieder, du musst raus aus diesem Club und dir ne stille Ecke zum Kotzen suchen, damit es nicht noch schlimmer wird". Ich hielt mich am Tisch fest, spielte den Coolen und gab meinem Kumpel mit Blicken zu verstehen, dass ich was merke. Mir war kurz schummerig, ich fühlte mich schwach und hatte Angst den Leuten in ganzen Sätzen zu antworten. 

Das hielt aber nur wenige Minuten an. Es war als käme mein Körper erst allmählich auf den Trichter, was ihm da zuteil wurde. Das Gefühl von Schwäche und Übelkeit ließ nach, und ich konnte nicht mehr aufhören meine Hände aneinander zu reiben. Ich sagte meinem Kumpel, wie angenehm das wäre, fast als stünde die Haut unter leichtem Strom. Wir gingen wieder rein und nun, inmitten der fremden, tanzenden Menschen überkam mich ein Gefühl der Nachsicht für jedes einzelne Gesicht, ich konnte verstehen, dass jeder hier mit seinen Freuden und Sorgen leben musste, dass alle in dieser HInsicht gleich sind, und mein Grinsen ob dieser Eindrücke wollte nicht mehr fortgehen. An diesem Abend hatte ich noch kein gesteigertes Tanzbedürfnis (das entwickelte sich bei den folgenden Einnahmen), aber allein das Gefühl der Verbundenheit, ein regelrechtes Verliebtsein in alle Erscheinungen, ließ mich innerlich Glucksen wie ein kleines Kind an Weihnachten. Man muss festhalten, dass nie die Empfindung aufkam, die Kontrolle zu verlieren, ich war gepackt wie in emotionale Watte, erwischte mich oft dabei, wie ich im Gewummer der Musik an die Decke guckte und immer immer wieder dachte : Ist das schön, oh ist das schön! Ich war dankbar, dergleichen empfinden zu dürfen und wurde auch nicht müde meinen Kumpel immerfort für diese halbe Pille zu danken, was er mit einem Lächeln abtat. Meine Freundin - die wie ich keinerlei Drogenerfahrung hatte und an diesem Abend auch dort war - meinte ich sei so betrunken, dass ich schon Grimassen ziehe. Ich umarmte sie und schwieg;)

Fazit:

Es ist mir schleierhaft, dass Alkohol, von dem die Leute im Dreck kriechen, sich vollkotzen und schlagen, derart akzeptiert ist, aber hingegen Substanzen wie XTC verboten und verfehmt werden. Weder habe ich nach inzwischen 6 maligen Konsum ein auch nur annäherndes Suchtverlangen danach (mindesten ein Monat Pause, steigert auch die Vorfreude;) noch habe ich EIN EINZIGES MAL EINEN KATER ODER EIN DOWN DAVON gehabt! die 6-7 Euro die ich für eine (gute) Pille bei meinem Kumpel hinlegen muss, hält mich eine ganze Nacht lang bei Laune, zwischen durch ein Bier und dann mit Leitungswasser auffüllen, das kostet mich einen Bruchteil meiner vorherigen 50+ euro besäufnisse. Auch würde ich nie eine Pille aus Langeweile nehmen oder auf normalen (Dorf)-Parties, das Setting muss stimmen, am besten in Begleitung.

ICh habe nicht vor, häufiger oder mehr zu nehmen und werde diese Droge auch irgendwann ad acta legen, aber die Erfahrungen waren bisher durchweg guter Natur. Wer interessiert ist, sollte sich einen erfahrenen Freund und eine Flasche Wasser suchen, und auf keinen Fall auf unerfahrene "Moralapostel" hören.

 

Danke fürs Lesen ;)

Substanzen

  • Ecstasy / MDMA

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Kommentare

Kommentar von Dito |

Danke, dass es mal einer ausspricht....

Ich kann deine Erfahrung ebenso untersützen und stimme dir zu in deiner Einstellung. Ich selbst bin weiblich und gehe oft mit Typen feiern. Da höre ich auch oft, dass sich viele freuen in einen "günstigen" Abend zu starten. Zumal das gemeinschaftliche Gefühl klasse ist, wenn alle wissen wie der andere fühlt. :) Herrlich. 

Leider sind nicht alle Menschen so willensstark und "vernünftig", dass sie ihren Konsum derart kontrollieren können und dann auch noch die richtigen Freunde haben. Bezogen auf gutes Material und gegenseitige Akzeptanz und Kontrolle. 

Daran wird die Massentauglichkeit scheitern. 

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