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Paradoxe Reaktion bei MDMA? Wer kann weiter helfen?

Ich weiß, dass das hier eigentlich ein Eintrag fürs Dr. Frühlingteam ist, doch die machen ja erst in einer Ewigkeit wieder auf und so lange will ich nicht warten.
Denn ich habe in den letzten Wochen 3-mal MDMA genommen und einiges sehr seltsames erlebt und frage mich, ob mir jemand  weiterhelfen kann.

Vor diesen Trips habe ich noch nie irgendeinen Rausch gelebt, noch nicht mal Alkohol. Ich verzichte selbst auf Coffein weil mir die Wirkung nicht gefällt.
In meiner Kind und Teenyzeit nahm ich in der Woche regelmäßig Concerta, da ich ADHS habe. So ist mir also das Gefühl bekannt, wenn Wirkstoffe einsetzten und abflauen.

Mein Drogen-nicht-Konsum war sehr absichtlich und hatte nichts mit mangelnden Möglichkeiten oder Angst und Unwissenheit zu tun.
Seid mehreren Jahren habe ich viel mit Drogen zu tun, sei es bei Freunden oder bei Tripbegleitungen im Zuge von Partyteams. Durch mein Psychology Studium bin ich mittlerweile auch mit der biologischen Wirkung eigentlich aller Drogen vertraut.
Das war genau der Wissenstand den ich für mich selber erreichen wollte, um Drogen zu nehmen. Einfach, weil für mich das Verstehen dessen, was passiert ein großer Reiz ist.

Nun zu meinen Trips:

1.
Dosis: ¼ Mortal Kombat (ca. 60mg) (war definitiv MDMA drin, mein Freund nahm den Rest der Pille und sein Trip war perfekt);
Setting: wunderschöner Wald nahe des Festivalgeländes
Begleitung: mein Partner, mein drogenerfahrender Bruder (der die Drogen beschafft und dosiert hat)
Mindset: Hochstimmung, genießen der Umgebung und der Begleitung, auch keine hohen Erwartungen etc.

Wirkung: durch eine Schilddrüsenerkrankung wird alles Gegessene langsamer aufgenommen als beim Durchschnittsmensch, also fing mein Freund vor mir an zu trippen. Er erzähle mir viel, ich genieße die Situation. Langsam wird auch mir leicht schwindelig und schlecht, meine Wahrnehmung verschwimmt. Und mit einem Mal verschwindet meine Hochstimmung, ich beginne zu zittern und werde überschwemmt von Trauer und Angst, beginne zu weinen.
Ich konnte die Gefühle die durch die Drogen ausgelöst wurden sehr klar von meinen trennen, selbst die Angst die ich selber spürte, weil die Wirkung so gegensätzlich zu der eigentlichen MDMA-Wirkung war. Psychotische Gedankenschleifen starteten wie von selbst: MDMA macht dich glücklich, aber mir geht’s so schlecht, MDMA macht dich glücklich aber…. Bis auf das bin ich klar im Kopf gewesen, doch meine Emotionen negativ, wirr und ungeordnet. Das kenne ich sonst nie von mir, die Emotionen gingen bunt gemischt von Trauer zur Wut zu Neid. Mein gesamter Körper wurde so schwach, dass ich kaum aufstehen konnte und die Umgebung wurde irgendwie gruselig, abweisend, ich fühlte mich Fehl am Platz. Zum ersten Mal seit ich denken kann wurde mir alles gleichgültig, ob ich mich verletzte, was mein Freund tut, dass er bei mir ist.
Wir riefen meinen großen Bruder an, er kam sofort vorbei und erklärt mir, dass es manchmal sein kann, dass Drogen paradox wirken (auch wenn er das selber noch nie von MDMA gehört hatte) und dass alles gut sei. Das nahm mir meine Angst und ich habe mich sehr bewusst auf die Gespräche und alles eingelassen. Es ging mir langsam besser, also ließ er uns wieder alleine. Und ich genoss den Trip meines Freundes, doch erlebte ich die tollen Gespräche und das Spielen eher dumpf. Und sobald ich unbeschäftigt war, nicht mehr aktiv dachte kam diese negative Welle wieder, nahm mich neu mit. Ich entzog mich dem immer wieder aufs neue.
Als er runterkam verließen wir den Wald, doch da meine Wirkung später eingesetzt hatte, war ich immer noch total entkräftet. Als ich runterkam, ging es mir zunehmend besser.
Später in der nach schliefen wir mit einander und beim anbahnen des Orgasmus bekam  ich einen Flashback, und die Emotionswelle schluck wieder über mir zusammen und die Gedankenschleife startete von neuem. Mein großer Bruder mutmaßte, dass genau wie bei einer paradoxen Reaktion das ausgeschüttete Serotonin und Dopamin fehlinterpretiert wurden.

Ich weiß, dass es auf Umgebung, Begleitung, Mindset etc ankommt. Doch ich kann nicht sehen, dass einer dieser Faktoren meinen Trip so schlecht gemacht hat.



Am Tag darauf brannte meine Neugierde immer noch, also prüfte ich meine Einstellung zu MDMA und kam da an, dass ich keine Angst habe, also gab ich mir eine zweite Change.
2.
Dosis: insg. 1 ganze 8-Ball (ca. 180mg) erst eine halbe, auch nach mehr als einer Stunde keine Wirkung, dann die andere Hälfte, am Ende war ich völlig zugedröhnt (weniger hätte es auch getan, doch es war nicht unangenehm;))
Setting: erst Wald, dann Floor
Begleitung: mein Partner, später mein drogenerfahrender Bruder (der die Drogen beschafft und dosiert hat), eine Freundin
Mindset: Hochstimmung, genießen der Umgebung und der Begleitung, zwischendurch leichte Bedenken

Wirkung: wieder begann mein Freund vor mir zu trippen. Dieses Mal war mein Trip perfekt (Flauschigkeit, Hochgefühle, Redeflash, Anziehung, Bewegungsdrang). Wir redeten, und lachten, und kuschelten und spielten. Als es dunkel wurde gingen wir zum Floor, ich kippte angesichts von so viel Schwarzlichtdeko, Leuten, Musik und all den anderen Eindrücken mehrfach einfach um. Reizüberflutung hoch drei, nichts wird mehr verarbeitet, alles fließt nur noch durch den Kopf. Ich fühlte mich mit meiner Begleitung völlig sicher und so war diese Überforderung gar nicht schlimm. Doch als mein Freund, der deutlich kürzere Wirkzeiten hat als ich dann vor mir stand und übers Nachwerfen sprach und das auf sehr bedenkliche Weise konnte ich mich dem Trip entziehen (Natürlich nicht komplett, aber viel mehr, als ich erwartet hätte), mit ihm ein klares Gespräch führen und mich später wieder hineinfallen lassen.
Ich hatte keine Schmacht beim runterkommen, mag aber auch daran liegen, dass ich das Gefühl hatte, diese Reizüberflutung nicht mehr lange auszuhalten.

Das Wochenende danach, waren wir wieder auf einem ziemlich kleinem Festival, und mein Freund wollte MDMA gerne mal beim Feiern und nicht beim Chillen ausprobieren. Wir gelangten an kristallenes MDMA aus einer vertrauenswürdigen Quelle.
3.
Dosis: leider keine mg-Angabe, aber nach Aussage meines großen Bruders (der dosiert hat) „ziemlich wenig“ kristallenes MDMA aus einer vertrauenswürdigen Quelle.
Setting: erst Chill-out, dann Floor, dann Zelt
Begleitung: mein Partner, mein drogenerfahrender Bruder
Mindset: gute Laune, gespannt, erwartungsfroh

Wirkung: erst zogen wir „ziemlich wenig“, bei dem „wohl nochmal nachdosiert werden kann“, auf der Tanzfläche, mit einem mal gefiel mir die Location nicht mehr, also verkrümmelten ich und mein Freund uns in die Chillout-Area. Langsam bemerkten wir ganz ganz schwache, angenehme Wellen des MDMA (und war natürlich klar, dass es nicht mehr so krass wie letztes Wochenende werden würde, doch da mein großer Bruder sagte, wir seien eig. unterdosiert zogen wir noch unter seiner Anweisung etwas nach). Mein Freund hatte einen tollen Trip, besonders als wir später auf der Tanzfläche standen. Doch bei mir passierte emotional nach dem Nachziehen eig gar nichts mehr. Meine Wahrnehmung intensivierte sich extrem und sehr angenehm. Doch als wir etwas später auf der Tanzfläche standen und wurde mir mit steigenden Wellen der Drogenwirkung alles zunehmend unangenehm und überfordert. Dieses Mal, nicht wie letztes Mal angenehm sondern erdrückend. Ich und mein Freund gingen dann raus, das änderte nichts, immer noch zu viele Leute, zu viel Musik.
Also zogen wir uns ins Zelt zurück. Ich war ganz klar „Opfer meiner Umwelt“ doch auch durch das Ändern des Settings zum Zelt wurde das nur geringfügig besser. Immer noch kamen mir kleine Bewegungen zu viel und leise Töne zu laut vor. Beim runterkommen schliefen wir dann ein.

Jetzt meine Fragen:
*Hat einer von euch schon Mal sowas erlebt, oder auch nur davon gehört das MDMA völlig gegensätzlich wirkt?
*Weiß einer von euch, ob paradoxe Reaktionen auch bei MDMA auftreten? (bei Benzodiazepinen etc. ist das ja gar nicht so ungewöhnlich)
*Weiß jemand, was genau bei paradoxen Reaktionen im Gehirn passiert? (Ich weiß, dass Serotonin dich nicht grundsätzlich glücklich macht, sondern es viel mehr die Mischung der Neurotransmitter ist und das zu viel Dopamin Psychosen auslösen kann und dann der Körper versucht gegenzusteuern, aber das ist alles keine so echte Erklärung)
*Könnte mein ADHS da irgendwie mit reinspielen (habe ich i-wo im Internet gelesen)?
*Könnt ihr euch auch so von der Wirkung der Droge (negativ oder positiv) distanzieren?
*Kippt euer Trip manchmal auch von toll zu überfordernd?
*Seid ihr auch so krass Spielball eurer Umgebung?
*Ist bei irgendwem MDMA genauso unberechenbar wie bei mir?

Substanzen

  • Ecstasy / MDMA

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Kommentare

Kommentar von Michl86 |

überdosiert

ja ich hatte das schon 1-2 mal, aber nicht so krass wie du. ich hatte beim feiern morgens gegen 8- weil ich mich vom 1/4 vorher so angeturnt war- gleich nochmal nachgelegt. effekt: ich wurde müde, mir wurde kalt, der club kam mir endlos versifft vor, die menschen irgendwie fremd und eigenartig, plötzlich keine lust mehr auf musik, leute, wach sein. ab nach hause, ab ins bett. ach ja, davor hatte ich noch ein bisschen speed, lsd und viiiel alkohol. letzter trip war auch noch nich lange her. aber ich hab draus gelernt, nur noch alle 2 monate mdma mit viel WASSER zum feiern und mein tütchen weggeben (auf mdma nehm nich alles :(). ansonsten immer wieder ein WAHNSINNS- erlebnis!!! hoffe dir passiert das nicht nochma, dabei hattest dich ja gut informiert..

Kommentar von Soundwave20 |

inkompatibel

Mahlzeit,

diese Art von Drogen sind ja bekannterweise relativ wenig erforscht.
Ich bin aber der überzeugung, das MDMA, genau wie Alkoho

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