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Perfekt gegen Vorurteile

Hey,

meine erste Erfahrung mit MDMA war durchweg positiv.
Ich hatte sozialisationsbedingt eine ziemlich ablehnende Haltung zu Drogen im Allgemeinen und einige Vorurteile, die sich durch dieses Triperlebnis aufgelöst haben.

Set: nicht optimal, ich war etwas unsicher. Ich habe mich vorher so gut es geht informiert, um auf alles vorbereitet zu sein.
Setting: ich war zuhause mit einer vertrauten Person (Y), die mit mir gemeinsam mdma genommen hat und das vorher schon gemacht hat.

Nach etwa einer halben Stunde traten fast zeitgleich fast alle erwarteten Wirkungen ein: erst war mir kurz schwindelig, dann wurde mein Kopf so unglaublich klar und ich wollte nur noch reden.
Erst habe ich nur Blödsinn geredet und mich selbst damit genervt, dass ich Aussagen wie „Da liegt eine Flasche auf dem Boden.“ wirklich aussprechen musste.
Dann haben wir eine mitwohnende Person getroffen, mit der ich vorher (am gleichen Tag, noch vor dem Entschluss, mdma heute zu machen) schon über meine Ängste gesprochen hatte, und die dann grinsen musste, als Y grinsend meinte „X., wir sind beide auf mdma!“

Anmerkung zum „Mischkonsum“: Es war eine gute Mischung, dass X auf Speed war und dadurch viiiel Zeit hatte, um mir zuzuhören ;)

Irgendwann, als die Wirkung wohl gerade langsam auf den Höhepunkt zuging, habe ich angefangen, sehr viele Dinge zu erzählen, mit denen ich mich sonst nie / kaum bewusst beschäftige, obwohl sie sehr wichtig waren. Ich habe angefangen, Beziehungen zu Menschen sowie meine Kindheit zu reflektieren und meine Erkenntnisse auf einen Zettel zu schreiben, mit dem ich mich auch in den Tagen nach dem Trip sehr viel beschäftigt habe.

Y hatte eher das Kuschelbedürfnis abbekommen, während ich nur reden wollte.

Vieles war spannend:
- wie klar mein Kopf war: Es schien, als hätte ich plötzlich Zugriff auf ALLE Gedanken in meinem Kopf! Zu jedem Gedanken kamen drei weitere, weil soo viel gleichzeitig in meinem Kopf war. Ich hatte so viel Zugang auf Dinge, die mich beschäftigen (sollten), wie sonst nie. Außerdem war ich immer ich, nur, dass ich das noch besser verstanden habe als sonst.
-> Vorurteile „Drogen sind oberflächlich“ und „Drogen machen mich mir und anderen fremd“ widerlegt.

- was Empathie wirklich sein kann: ich bin auch sonst ein eher empathischer Mensch, aber oft sehe ich, was eine Person braucht, aber was ich selbst will ist mir dann wichtiger. auf md konnte ich gar nicht anders, als wirklich auf das einzugehen, was die Menschen um mich herum brauchen.
... das könnte gefährlich sein, das fiel mir auf dem Trip schon ein, ich hab zu X gesagt... „wow... wenn du mich bitten würdest, die Küche aufzuräumen, ich würd das sofort machen!“
Aber ich war total bei mir und bei den anderen. Ich konnte besser zuhören, weil mein Kopf die ganze Zeit gesagt hat, wie wichtig es für die andere Person ist, dass ich zuhöre...
Und: ich wollte nicht alleine sein, sondern nah bei Menschen.
-> Vorurteil „Drogen nehmen ist / macht unsozial“ widerlegt.

Ich weiß leider nicht genau, wie hoch die Dosis war, aber laut den erfahrenen Menschen, die mich während des Trips erlebt haben, war die Wirkung ziemlich stark.
Die Hauptwirkungszeit ging so ca. 5-6 Std, danach bin ich eingeschlafen. Am nächsten Tag waren alle Wirkungen immer noch da, alle abgeschwächt, aber noch deutlich da. Ich hab den Tag mit reden und starken Emotionen verbracht. Ich habe sehr viel dabei gelernt.

Das Runterkommen war mit einigen Depriphasen verbunden, die dann immer mal ne Stunde oder zwei anhielten, wo ich mich plötzlich grundlos down gefühlt habe. Aber da ich wusste, dass sowohl die Depris als auch die ständige Übelkeit die ganze Woche über eben am mdma liegen und zu erwarten waren, konnte ich mich voll und ganz drauf einlassen.

Anscheinend war das Set doch besser als erwartet, oder ich hatte einfach Glück, dass alles so gut war :)

Mir ist klar, dass meine jetzige Einstellung, dass Drogen allgemein so richtig cool und bereichernd sein können, genauso fälschlich generalisiert wie die „Drogen sind böse etc“-Einstellung von vorher (na danke, Eltern), aber ich bin jetzt offen dafür, Dinge auszuprobieren (und mich vorher wieder so gut zu informieren, weil es mir gut tut, zu verstehen, was in meinem Körper gerade passiert) und für mich besser auszuloten, mit welchen Drogen ich zurechtkomme und wovon ich die Finger lasse.

Danke DrugScouts für eure coole Seite. :)

lg Z

Substanzen

  • Ecstasy / MDMA

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Kommentare

Kommentar von anarchistin |

sozialverhalten auf MDMA

vielen dank für deinen schönen bericht. so wie du es erzählst, hab ich es auf mdma auch schon erlebt. die menschen werden zum teil sehr hilfsbereit, was bei alkohol nicht so oft der fall ist. allerdings hab ich als ich drauf war auch schon fremde menschen zugetextet, die darauf gar keine lust hatten- okay, ich hab es dann gemerkt und damit aufgehört. einmal hatte ich aber zuviel mdma, so 330 mg. nach dem letzten mal nachlegen bekam ich schlimme halluzinationen und hab mich auf einmal gefühlt als wär ich wieder anfang 20 und total besoffen. entsprechend scheiße hab ich mich aufgeführt. in den tagen danach war ich total negativ drauf und dachte niemand mag mich und alle sind doof. mdma ist also nicht nur positiv, du solltest vorsichtig damit umgehen.

auf jeden fall haben mir die mdma-trips geholfen, die finsternis ein wenig aus mir zu vertreiben und die traumatisierungen aus der kindheit ein gutes stück zu überwinden.

ich emp

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