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PilzKonsument

Ich möchte an dieser Stelle über meine erste und bislang einzige Erfahrung mit Zauberpilzen berichten. Ich verfasse diesen Bericht primär für drugscouts, möchte aber nicht ausschließen, dass ich ihn auch an anderer Stelle veröffentlichen werde. Zu meiner Person: Ich bin 19 Jahre alt, männlich und im großen und ganzen ziemlich zufrieden mit meinem Leben. Was Drogen angeht habe ich viel Erfahrung mit Alkohol und Marihuanaprodukten, außerdem habe ich einige Male Amphetamine konsumiert und einige wenige kurze und nicht wirklich intensive SalviaTrips erlebt. Probleme hatte ich in erster Linie mit Marihuana, welches mich immer öfter bis hin zu jedem einzelnen Mal in depressive Stimmungen versetzte, was nicht zuletzt dazu führte, dass ich meinen Konsum für ein halbes Jahr einstellte. Was diese Droge betrifft behaupte ich von mir meinen Konsum zu 100% im Griff zu haben und sehe keine Suchtgefahr. Von Amphetaminen haben ich sehr schnell wieder die Finger gelassen, da ich mein eigenes Suchtpotenzial als sehr groß einschätze und mir körperliche Konsequenzen (Speedpickel) es einfach nicht wert sind. Gestern haben zwei sehr gute Freunde und ich jeweils 5 Gramm frische Hawaiianer konsumiert. Eine vierte Person, ebenfalls ein Freund von uns, war außerdem anwesend und hat "nur" Marihuana geraucht und uns ein wenig im Auge behalten, nicht zuletzt zu unserer eigenen Sicherheit. Wir drei haben die Pilze weitestgehend auf nüchternen Magen gegessen und uns anschließend einen Joint geraucht, um die Wartezeit bis zum Einsetzen der Wirkung zu verkürzen. Wir hielten uns in der Wohnung von zweien von uns auf und hatten uns den ganzen Abend Zeit genommen. Uns erwarteten weder irgendwelche Pflichten, noch irgendein Kontakt zu Menschen, welchen wir nicht absolut vertraut gewesen wären. Im folgenden Bericht erhebe ich keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit und ich bin mir absolut im klaren darüber, dass ich der Erfahrung nicht mit Worten gerecht werden kann. Niemand hätte mir vorher die Wirkung von Zauberpilzen so erklären können, dass ich es verstanden hätte. Ich versuche hier lediglich dem Erlebten mit meinen Beschreibungen so nahe wie möglich zu kommen, nicht zuletzt um das Erlebte für mich selber zu verarbeiten und besser einordnen zu können. 30 bis 40 Minuten nach dem Konsum machten sich erste Anzeichen bemerkbar. Ein leichtes, merkwürdiges, warmes Gefühl breitete sich von der Magengegend über den ganzen Körper aus. Die visuelle Wahrnehmung veränderte sich leicht. Einige Dinge im Raum schienen sich fast unmerklich zu bewegen. Als ich mich auf einen Gegenstand auf dem Tisch konzentrierte schien dieser größer und kleiner zu werden, zu pulsieren und schien irgendwie lebendig zu sein. Ich wurde leicht aufgedreht und fühlte mich euphorisch und in "PartyStimmung". Ich habe PartyMusik gehört und habe leicht dazu getanzt und mitgesungen. Dennoch fühlte ich mich voll zurechnungsfähig und habe dem vorher bestellten Pizzaboten die Tür geöffnet und bezahlt und war durchaus noch in der Lage ein normales, kurzes Gespräch mit ihm zu führen. Obwohl ich den ganzen Tag noch fast nichts gegessen hatte, stellte sich kein wirklicher Appetit auf das Essen ein. Meinen Freunden erging es ähnlich. Das Hungerempfinden schien an Bedeutung verloren zu haben, genau wie der Genuss beim Essen. Trinken jedoch war noch leckerer und erfrischender als sonst, egal ob Cola oder Wasser. Einige Minuten später, schätzungsweise nach insgesamt 50 bis 80 Minuten wurden sowohl die Euphorie, als auch die visuellen Effekte stärker Ich war absolut ausgelassen und glücklich. Ein Freund und ich schauten uns fasziniert seinen Arm an und entdeckten Aztekische Muster und Hieroglyphen auf seinem Arm, was mich dazu veranlasste spaßeshalber zu behaupten, dass er ein Außerirdischer sei, nicht ohne mir über die Falschheit meiner Aussage hundertprozentig bewusst zu sein. Wir entdeckten immer mehr faszinierende Phänomene, zum Beispiel schien eine vollkommen unregelmäßig verputzte weiße Wand auf einmal ein symmetrisches, logisches, schönes Muster zu ergeben. Der blaue Fleck auf dem Arm eines Freundes sah aus wie der Teufel. Natürlich wusste ich auch zu diesem Zeitpunkt, dass ich nur einen blauen Fleck sah, trotzdem machte es mir Spaß mich darauf einzulassen was mein Gehirn in die verschiedenen Dinge hinein interpretierte. Zwischendurch wurden wir von sehr intensiven Lachanfällen durchgeschüttelt. Alle waren gut aufgelegt und glücklich. In Gegensatz zu meinen Freunden widerstrebte es mir ein wenig mich vollständig in diese Halluzinationen fallen zu lassen. Ich hatte eine Zeit lang mehr Spaß daran meinen Freunden ihre Beobachtungen zu stören und mich darüber schlapp zu lachen. Eine Highlight war das Entdecken der Ukulele eines Freundes. Ich bin nicht in der Lage dieses Instrument zu spielen. Dennoch verursachte willkürliches Zupfen der Saiten ein unglaubliches Glücksgefühl in mir. Die Töne formten sich zu immer schöneren Klanggebilden die ihren Höhepunkt in einer Art "akustischem Orgasmus" hatten unter welchem ich fast zusammenbrach. Ich war mir in diesem Moment sicher noch nie in meinem Leben so etwas schönes gehört zu haben. Der eigentliche Höhepunkt folgte allerdings nach ca. 90 bis 120 Minuten und wurde dadurch eingeleitet, dass einer von uns die Idee hatte aus dem Fenster zu schauen. Ich kann nicht mehr genau nachvollziehen, was genau passiert ist. Es endete jedenfalls darin, dass wir alle am offenen Fenster standen und in die sich dem Horizont nähernde Sonne, die rötlich angestrahlten Wolken und die Natur blickten. Die Wolken wirkten unwirklich aber wunderschön. Ich entdeckte immer mehr faszinierende Formen, Gebilde und Farben, ganz gleich wo ich hinschaute. In mir entwickelte sich eine tief greifendes Gefühl von Überlegenheit und Abgeklärtheit gegenüber der konservativen Welt. Ich schien die Probleme unserer Gesellschaft und des Lebens an sich zu begreifen. Das Leben an sich kam mir als das einzig relevante vor, alle Probleme die durch unsere Gesellschaft entstehen und entstanden sind erschienen mir unwichtig und lächerlich. Ich schaute mir alles in meinem Sichtfeld an und war tief berührt von der Schönheit von allem was ich sah. Ich war so glücklich wie wahrscheinlich nie zuvor in meinem Leben. Ich freute mich einfach darüber in so einer schönen Welt leben zu dürfen. Ich begann vor Glück zu weinen und umarmte meinen Freund, was ich so wahrscheinlich nie tun würde. Ich schüttelte mich vor leichten Lach- und Weinkrämpfen und lag kurzzeitig sogar auf dem Boden. Wir beschlossen unsere Zeit nicht länger im Gebäude zu verschwenden, sondern gingen auf die Pferdeweide vor unsere Haus, wo einige Stühle standen und welche einen schönen Ausblick auf den Sonnenuntergang und die Stadt bietet. Mittlerweile waren bestimmt 180 Minuten vergangen und der Höhepunkt war schon vorüber. Wir saßen einfach da, genossen das schöne Gefühl und beobachteten die friedliche Natur um uns herum. Ich rauchte eine Zigarette mit meinen Freunden (nicht die einzige an diesem Abend), obwohl ich seit einem halben Jahr aufgehört hatte zu rauchen. Ich bereue es auch jetzt noch nicht, in dieser Stimmung von Zufriedenheit und Harmonie hatten Fragen wie "Rauchen oder nicht Rauchen?" absolut keine Bedeutung, ich tat einfach das, was mir in diesem Moment am besten vor kam und war glücklich damit. Wir saßen lange so draußen, bis über uns die Sterne leuchteten, welche vergleichsweise langweilig wirkten, was aber vermutlich daran lag, dass bestimmt schon 240 Minuten vergangen waren und die Wirkung spürbar nachließ. Trotzdem beobachteten wir die Pferde auf der Weide und waren erstaunt von ihrer Schönheit und Eleganz. Auf der Wiese schwirrten Glühwürmchen herum. Bei dem Versuch eines zu fangen zerstörte ich es, was mich sehr traurig stimmte und mir ein schlechtes Gewissen machte. Als es langsam kalt und langweilig wurde gingen wir wieder ins Haus. Die erste Eindrücke nach der Rückkehr waren ein wenig merkwürdig, Gebäude kamen mir auf einmal sinnlos und hässlich vor, nachdem ich erfahren hatte wie schön die Außenwelt sein kann. Wir machten uns tiefgekühltes Essen warm, es schmeckte aber langweilig und Hunger hatte sich immer noch nicht wirklich eingestellt. Wir hörten Musik und rauchten noch einen Joint. Egal was wir hörten, es kam mir einfach genial vor (z.B. Pink Floyd, Red Hot Chili Peppers, Limp Bizkit, Guano Apes, Imogen Heap, PsyTrance). Später holten wir uns noch Zigaretten in der Nähe, nach ca. 5 - 6 Stunden fühlte ich mich wieder vollkommen zurechnungsfähig, obwohl noch Nachwirkungen spürbar waren, welche allerdings auch genauso gut vom Cannabis stammen könnten. Vor dem Schlafen schauten wir uns noch zwei Folgen Simpsons an, welche ich aber nicht besonders lustig fand. An diesem Abend gab es keine Probleme uns Sorgen. Alles wirkte freundlich und für jedes Problem schien eine passende Lösung parat zu stehen. Beim Marihuanakonsum muss ich mir manchmal mühe geben meine Gedanken in positive Richtungen zu lenken um nicht depressiv zu werden, während des Pilzrausches war ich die ganze Zeit überglücklich, höchsten 2-3 Mal kamen minimale negative Gedanken in mein Bewusstsein, welche sich aber nach ein paar Sekunden wieder restlos unterdrücken ließen, ohne irgendeine Anstrengung. Am gleichen Abend redeten wir noch davon auf jeden Fall noch einmal Zauberpilze zu konsumieren und machten uns über Leute lustig, welche ihr ganzes Leben lang arbeiten ohne jemals eine derartige Erfahrung gemacht zu haben und sich Abends mit einem Bier vor den Fernseher setzen um sich "Tatort" anzuschauen. Außerdem beschlossen wir beim nächsten Mal eine höhere Dosis einzunehmen. Mittlerweile (nach ca. 24 Stunden) bin ich nicht mehr so überzeugt davon ob ein erneuter Konsum eine gute Idee ist. Das Problem sehe ich darin, dass dieses unbeschreiblich Glücksgefühl so intensiv war, dass es der absolute Horror wäre, sollte das Gefühl einmal ins negative umschlagen. Ohne die Gefahr eines HorrorTrips wäre die Suchtgefahr in meinen Augen ungleich größer. Zu verlockend ist die Möglichkeit vollkommen gefahrlos in Deutschland für kleines Geld an Pilze ran zukommen. Mehr gibt es von meiner Seite nicht zu berichten. Jedem der plant Zauberpilze zu konsumieren (Dies ist in keinster Weise eine Aufforderung dazu oder Empfehlung dazu!) rate ich dies zusammen mit sehr vertrauten Menschen zu tun, sich den ganzen Tag frei von Verpflichtungen oder eventuellen unangenehmen Situationen zu machen und nur mit guter Laune und freudiger Erwartung auf das Bevorstehende zu tun. Liebe Grüße

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