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Seit fast 15 Jahren täglicher Begleiter: Cannabis

Guten Tag an die Leser, zu erst möchte ich erzählen wie es aus meiner Sicht überhaupt dazu kam, dass das Kiffen ein so fester Bestandteil meines Lebens werden konnte. Ich war nicht unbedingt das kontaktfreudigste Kind; zwar hatte ich mit der Zeit dann schon Anschluss gefunden, hielt und halte mich aber auch heute eher zurück. Die Pubertät empfand ich als eine sehr schwierige Zeit und ich glaube ich hatte deutlich mehr mit den Veränderungen in mir selbst und um mich herum zu kämpfen als die anderen Heranwachsenden in meiner Umgebung. Mein Verhalten war sehr oft von grosser Unsicherheit geprägt. Auf einer Geburtstagsparty dann im Sommer 1996, mit 16 Jahren, rauchte ich dann zum ertsen Mal Gras (so genau erinnere ich mich nicht mehr, könnte auch Kanten gewesen sein). Es war einfach etwas neues; etwas das mal wieder Abwechslung in mein Leben gebracht hatte. Es blieb nicht bei dem einen Joint. Langsam aber stetig zog Cannabis ein in mein Leben und wurde mein Begleiter im Alltag. Zwar konsumierte ich meist erst am Abend, dafür aber immer regelmässiger. Ein weiterer Grund warum sich das Kiffen bei mir so verfestigte, ist sicher der, dass ich von da an mit neuen Leuten abhing, die für mich als eher zurückhaltender Typ, nun eine stetige Anlaufstelle wurden. Es ging auch einfach darum "dazuzugehören"! Nach meiner ersten Lehre, die ich trotz grossen Unbehagens durchgezogen hatte, bin ich dann in eine andere Stadt gezogen um mich über Praktikas umzuorientieren. Aber das Kiffen hat mich auch hier stetig weiterbegleitet, denn meinen ersten Kumpel den ich hier kennengelernt hatte kiffte natürlich auch. Ja, und so geht das bis auf kleine Unterbrechungen bis zum heutigen Tag. Zwischendurch hatte ich mal sozusagen eine Zwangspause, weil ich zusammen mit nem damaligen Kumpel erwischt wurde. Als kleine Warnung: Seit niemals so blöde und fahrt mit dem Auto weg um irgendwo zu kiffen. Auch wenn ihr euch dort an einem noch so lauschigen Plätzchen glaubt zu befinden. Auf einmal biegen die Bullen um die Ecke und dann ist schluss mit lauschig. Naja, ich hatte Glück. Zwar musste ich zweimal beim Arzt pinkeln für ingesammt 300 Euro, aber die Anzeige wurde dann fallengelassen, weil ich noch nicht vorbestraft war. Von der Psyche her muss ich ganz klar sagen dass sich Cannabis auf Seele und Geist auswirken kann. Das Wörtchen "kann" würde dabei unterstreichen, denn eine Person, die fest mit beiden Beinen im Leben steht und die nötige Reife hat, erlebt einen Rausch unter Cannabis viel eher als ein Erlebnis bei dem man sich selbst und der Welt näher kommt - also positiv - hingegen jungen Menschen, die noch in der Entwicklung stecken und eventuell von Haus aus nicht gerade die standhaftesten sind. Ich selbst hatte auch schon mit Depressionen zu ringen. Leider litt ich zeitweilen auch an sozialen Ängsten, d.h. ich bin in die Stadt gegangen und habe gedacht das ich mich komisch verhalte und das die Leute das merken und teilweise über mich tuscheln. So etwas sind klare Warnzeichen, Leute ! Denkt nicht ich wär der supererfahrene Kifferonkel, der euch hier einen vormachen will. Sei es wie es ist, Cannabis hat ein grosses Repertoire: Von entspannend, anregend, inspirierend bis verängstigend, aggressiv und depressiv machend. Ein weiteres Problem, dass ich jetzt speziell bei mir beobachte ist, dass mit den Frauen absolut nix geht. Damit will ich sagen, dass ich immer das Gegenteil eines Womanizers war und ich glaube unter Dauerkonsum verändert sich da auch nicht viel. Gearbeitet habe ich zwar immer, war bis jetzt also noch nie arbeitslos, aber auch auf der Arbeit habe ich die Auswirkungen wie z.B. die Verpeiltheit auf recht unangenehme Art und Weise zu spüren bekommen (in der Ausbildung waren meine Azubi-Kollegen immer längst fertig, wenn ich langsam mit leichter Panik immer noch am rödeln war). Gut, was ich selber als kleines Hoch in meinem Leben sehe ist, dass ich im letzten Jahr die Fachhochschulreife nachgeholt habe. Und ich sag euch was, Leute, das ging nur weil ich in dem Jahr so gut wie nicht gekifft habe. Jetzt ist es gerade mal wieder so, dass ich einen Kanten im Schrank habe, sprich ich rauche wieder regelmässig. Hm, ich weis auch nicht ob ich das mit dem "Aufhören für immer" einmal packen werde. Auf jeden Fall bin ich oft traurig und schlecht drauf wenn ich an die vielen verpassten Chancen zurückdenke. In den letzten 15 Jahren hätte sich - so denke ich manchmal - mehr auf die Beine stellen lassen und vielleicht wären meine Talente dann nicht so verkümmert. Ich weis sehr genau was Jüngere denken, wenn sie ermahnende Worte hören oder lesen. Und das ist auch völlig normal, man will sich schliesslich sein eigenes Bild von der Welt machen und kann momentan vielleicht auch gar nicht anders. Trotzdem, wenn du jetzt mit dem Lesen meines Berichtes fertig bist, dann denke daran, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt und du die Chanca hast dein Leben in eine andere Richtung zu lenken, nutze die Gelegenheit. Es gibt noch ne ganze Reihe von anderen coolen Dingen auf der Welt zu erleben und einen zu rauchen kann man sich auch als gelegentliche Freude nach einem guten Essen mit guten Freunden zu gegebener Stunde auch beibehalten. Aber der Dauerkonsum wird absolut unterschätzt ! Liebe Grüsse an euch Leser

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