Hier kannst Du uns erreichen:

Telefon:


Bürotelefon:

0341 - 211 20 22
Di: 9 - 15 Uhr / Do: 13 - 18 Uhr
Hier keine Telefonberatung!

Drogentelefon:
0341 - 211 22 10
Do: 14 - 18 Uhr
Telefonberatung nur hier!

E-Mail:


Büro allgemein:
drugscouts@drugscouts.de



Projektleitung:

projektleitung@drugscouts.de

Adresse:


Drug Scouts:
Demmeringstr. 32, 04177 Leipzig



Öffnungszeiten:
Di: 09 - 15 Uhr / Do: 13 - 18 Uhr

Sucht

In meiner Familie war der Gebrauch von illegalen, auch "soften", Drogen stets verpönt. Meine Mutter hatte in ihrem Jugend- und frühem Erwachsenenalter viele Freunde und Familienangehörige an, stets durch Marihuana eingeleitete, Suchten verloren, weshalb sie eine relativ voreingenommene Ablehnung gegen Marihuana hatte.

Dieses Verhältnis bezog sich jedoch nie auf legale Drogen. Mein Vater hat die Erziehung eher indirekt mitbeeinflusst daher lass ich ihn einfach mal außen vor. Jedenfalls hat mein älterer Bruder kaum, oder nie Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht, weshalb meine Eltern relativ unvorbereitet meine Jugend erlebt haben.

Durch den Familienkreis inspiriert habe ich relativ früh mit rauchen angefangen, irgendwann in der Grundschule... mit 12 oder 13 habe ich dann angefangen zu kiffen und von da an permanent ansteigend durchgezogen. Das lief auch relativ Lange unbemerkt, weil das primäre Ziel meine Mutter damals war meinen 5 Jahre älteren Bruder im Auge zu behalten. So ungefähr mit 16 als die Blaumacherei angefangen hat wusste meine Mutter irgendwann Bescheid und hat angefangen mir mein Graß wegzuholen, mir alle möglichen irrsinnigen Sachen zu unterstellen (das ich ihr Geld klauen würde, krumme Dinger drehen würde etc) und mir mit Internat zu drohen. Weil ich aber doch irgendwie immer alles hinbekommen habe, hat sich das dann mit der Zeit wieder aufgelöst.

In meinem Freundeskreis war es damals die Norm alles Geld für Graß und Alkohol auszugeben, nebenbei vielleicht noch etwas zu verkaufen, vor/während/nach der Schule zu kiffen, immer Blau zu machen, mit Minimalaufwand durchs Leben zu gehen und hin und wieder mal was zu ziehen oder einzuwerfen. Hat auch irgendwie ganz gut geklappt, bei mir jedenfalls. Hab dann irgendwann mit Glück und Betrug mein Abitur gemacht, wegen einem Zwischenfall mit der lieben Polizei mein Drogenkonsum extrem reduziert und angefangen zu Studieren.

Wenn ich aber so zurückschaue sehe ich das nicht mehr so naiv wie füher, ich habe einfach nur Glück gehabt. Viele meines damaligen Freundeskreises kämpfen mittlerweile mit Psychosen, sind Alkoholiker oder auf härtere Drogen umgestiegen... und eigentlich gibts neben mir nur zwei von damals die heute ihr Leben halbwegs selbst gestalten können.

Die Prinzipien unserer Konsum- und Leistungsgesellschaft stehen exakt im Gegensatz zur Verantwortungsbildung. Alkohol, Kaffee und Zigaretten werden gepriesen und scheinen Eckpfeiler unserer Gesellschaft zu sein und Marihuana, Kokain und XTC werden verboten. In diesem Konsens lebend ist es äußerst schwer für Jugendliche ohne Hilfe von außen Verantwortung zu bilden, speziell wenn das eigene Elternhaus nach ähnlichem Muster lebt und denkt, was in der Regel der Fall ist.

Substanzen

  • Abhängigkeit / Sucht

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 3 und 5?